Wohnen
Einrichtung: Designermöbel zum Träumen schön

Sachlich, schlicht und streng funktional, bevorzugt aus kaltem Stahlrohr in grau. Nein, Designermöbel können auch anders. Nämlich verführerisch weich und bequem sein, farblich frisch, harmonisch und sanft fürs Auge, sogar verspielt, aber nie kitschig. Mit unseren Einrichtungstipps finden Sie die passenden Designermöbel für Ihren ganz persönlichen Wohnstil.

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iStock.com/tulcarion

Zugegeben, Designermöbel sind eine Anschaffung, oft sogar eine Investition fürs Leben. Aber dafür sind sie dank ihrer hochwertigen Verarbeitung auch extrem langlebig und kommen garantiert nicht aus der Mode, sondern sind in ihrer Gestaltung zeitlos modern. Einige Entwürfe erlangen sogar Kultstatus, werden zu einer Wertanlage und landen im Museum. Nicht zuletzt beweisen Sie mit Designermöbeln unaufdringlich aber ganz eindeutig guten Geschmack. Ideal ist vor allem, dass sich jede Einrichtung auch einzeln Stück für Stück mit Designermöbeln schmücken und sukzessive verändern lässt. Fangen wir gleich damit an.

Schrittweise den persönlichen Einrichtungsstil verwirklichen

Können Sie sich für Ihre Wohnung noch nicht gleich das geliebte Designer Sofa oder einen raumbestimmenden Leder-Freischwinger mit Fussbank leisten, beginnen Sie vielleicht erstmal mit einem schlichten Sessel. Es gibt gebrauchte Designermöbel, von privat, auf dem Flohmarkt, oder wiederaufgearbeitet übers Internet. Dazu ein kleiner Beistelltisch und Ihre private Kollektion an Designermöbeln ist eröffnet.

Als nächstes erwerben Sie vielleicht einen Stuhl, dann einen zweiten. Die Sechsergruppe aus identischen Modellen rund um den Esstisch ist dabei gar nicht sofort erstrebenswert. Fürs Erste reicht gut und gerne auch eine Platte auf Böcken mit Stühlen, die nach und nach gegen Designerstücke ausgetauscht werden. Dieser „Entstehungsprozess“ ist – selbst wenn monetär begründet – keine Notlösung. Meist ist die Konstruktion von Designermöbeln so auffällig, dass sie als Unikate sogar besonders gut zur Wirkung kommen. Unterschiedliche Stile vereint an einem Tisch, in Ihrer Wohnung oder Haus – so definiert sich dynamisches Wohndesign heute. Und beim Kauf gilt: Keine Kompromisse!

Mut zum Individualismus

Wenn Sie skeptisch sind, ob Sie sich in so einem Möbel-Mix wohlfühlen, suchen Sie sich ein verbindendes Element. Wählen Sie beispielsweise ein bestimmtes Metall, eine Holzart oder einen bestimmten Stil. Gruppieren Sie diese dann munter neben- und durcheinander.

Besonders ausgefallen wirken antike Möbel zwischen einzelnen Designerstücken. Legen Sie auf verschiedene Stühle beispielsweise gleich bezogene Kissen, passen sie optisch sofort zusammen. Und gemütlicher werden sie dadurch auch noch.

Einen ganz besonderen und ebenfalls verbindenden Effekt erreichen Sie bei gebrauchten Möbeln, indem Sie unterschiedliche Stühle identisch polstern und/oder verschiedenes Holz gleichfarbig streichen, lackieren oder beizen lassen. Sie merken es, Ihrer Fantasie und Freiheit sind auch bei Designermöbeln keine Grenzen gesetzt.

Für einen Beistelltisch reicht es bestimmt

Bevor die grossen Anschaffungen anstehen, das ultimative Designer Sofa als 3-Sitzer oder die Ottomane, begnügen wir uns zunächst mit einem kleinen Beistelltisch oder einem funktionalen Hocker. Wer braucht denn gleich einen Couchtisch? Investieren Sie lieber erst einmal in eine Stehleuchte, in ein luftiges Regal, in einen Spiegel und einen Teppich, dann wirkt Ihr Wohnzimmer schon ziemlich komplett. Zudem ist Vintage bei Designermöbeln eine echte Option.

Es ist weder bei den Stühlen noch sonst zwingend, dass Sie sich für einen bestimmten Designer entscheiden. Mixen Sie nach Belieben und kreieren Sie auf diese Weise Ihren ganz persönlichen Einrichtungsstil, frei nach dem Motto: Alles Gute passt zusammen. Die Entwürfe der Innenarchitekten reichen bis zu kuschligen Tagesdecken und Kissen, so müssen Sie selbst beim minimalistischsten Designermöbel nicht auf Komfort und Bequemlichkeit verzichten. Kombinieren Sie die klare Geometrie der Gestaltung mit floralen Akzenten bei den Stoffen, mit warmen und frischen Farben, dann gesellt sich Stil zu Gemütlichkeit. Wer Designermöbel einzig mit Karo und Streifen in schwarz-weiss, mit nüchternem Büro-Charme und unverputzten Fabrik-Lofts assoziiert, hat länger nicht mehr im Möbelhaus vorgeschaut.

Witzige Alternative: Designerklassiker mit zeitgemässem Update

Was Sie privat schon lange dürfen, trauen sich inzwischen immer öfter auch die Möbeldesigner: Sie nehmen sich ganz ohne Scheu die Design-Ikonen vergangener Tage vor und verpassen den klassischen Entwürfen etwa aus den 1950er Jahren neue Materialien, neue Farben und sogar neue Masse. Da die Menschen heute etwa zehn Zentimeter grösser sind noch als vor 70 Jahren, gibt es viele Designer-Stühle aus dem Mid Century heute neben einer Re-Edition oftmals auch schon in einer erhöhten Version. Schliessich gehen bei einem guten Design Funktionalität und Form eine Einheit ein.

Einrichtungsstile mit heimischem Bezug: Schweizer Designermöbeln

Schweizer Design ist in der Möbelbranche weltweit ein Begriff. Klassische und aufstrebende Marken wie Vitra, USM, Embru oder Wogg schmücken sich selbstbewusst mit dem Label „creátion suisse“. Dabei gehört es zur noblen Tradition, internationale Designer aus aller Welt um Entwürfe für das eigene Haus zu bitten. Nicht zuletzt von dieser Kombination profitiert die Schweizer Designerszene bis heute: Dafür stehen Namen wie Le Corbussier, Charles und Ray Eames, Verner Panton, Philippe Starck, Norman Foster oder aktuell Ronan & Erwan Bouroullec.