Roggwil
Eine stilvolle Plattform für namhafte Künstler

Am nächsten Samstag öffnet das neue Kunsthaus mit Bistro in der «Kaltenherberge» seine Türen für das Publikum. Kunstschaffende und Schaulustige sind herzlich willkommen.

Marcel Siegrist
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Kunsthaus Roggwil
19 Bilder
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge
Impressionen vom neuen Kunsthaus in der Kaltenherberge

Kunsthaus Roggwil

«Für mich ist das ein Riesenabenteuer und eine grosse Herausforderung. Das ist eine rundum spannende Geschichte», erklärt Thomas Aurelius Belz, der inmitten von Kunstwerken bedeutender Schweizer Künstler steht. Bilder, die bald die Wände des Kunsthauses in der «Kaltenherberge» in Roggwil zieren.

Der aus Mainz stammende und seit zehn Jahren in der Schweiz lebende Belz ist ab dem 1. Oktober Leiter dieses besonderen Hauses, das am kommenden Freitag für geladene Gäste und am Samstag für die Bevölkerung eröffnet wird. René Brogli, Besitzer des 1100 Quadratmeter grossen Betriebs, freut sich, einem anerkannten Fachmann die Leitung übergeben zu können. Thomas Belz hat Cembalo- und Klavierbauer gelernt. Mit einer Arbeit über historische Tasteninstrumente erwarb er den Doktortitel. Zudem absolvierte Belz eine Weiterbildung in Projekt- und Produktmanagement. Er leitete bisher zwei Produktionsfirmen für Tasteninstrumente.

120 Bilder von Roschacher bis Segantini

In diesen Tagen wird im und um das Kunsthaus noch eifrig gearbeitet. Im Inneren werden rund 120 Kunstwerke, von Roschacher bis Segantini, platziert. «Schweizer Kunst mit Schweizer Landschaften und den dazu gehörenden Menschen», wie René Brogli erklärt. Seine «bromer art collection» umfasst mittlerweile rund 400 Bilder von namhaften Künstlern. 1980 kaufte Brogli von Arnold Ammann aus Staufen die ersten Werke, und im Lauf der Jahre wurden es immer mehr.

Als er bei Rahmenbauer und Galeriebesitzer Thomas Dutoit in Unterentfelden vor eineinhalb Jahren Bilder von Valentin Roschacher sah, war Brogli begeistert. «In zwanzig Minuten erstand ich vier Bilder. An der Ausstellung kaufte ich weitere», so Brogli. Seit klar war, dass er die «Kaltenherberge» in ein eigenes Kunsthaus umbaut, sei er fast an jeder Bilderauktion in der Schweiz gewesen und habe Bilder gekauft. So kam eine Ausstellung zusammen, die sich sehen lassen kann. Sehen lassen kann sich auch das Ambiente, in dem die Bilder präsentiert werden. «Es ist schon etwas Besonderes, wie wir die Bilder zeigen. Mit einem Wasserfall, Lichtspielen... wir können uns zeigen in der Szene», schmunzelt Brogli.

Roschacher war beeindruckt

Beeindruckt von diesem Ambiente zeigte sich auch der ehemalige Bundesanwalt und heutige Kunstmaler Valentin Roschacher. Dieser träumte davon, ein monumentales Werk zu schaffen. Diesen Traum erfüllt ihm Brogli. Er beauftragte Roschacher mit einem Bild von Eiger, Mönch und Jungfrau. Seit 2010 ist dieses in Arbeit. Das Bild, gemalt mit einem Einhaar-Pinsel, wird voraussichtlich 2012 fertig. «Bis zu 60 Stunden pro Woche arbeitet Roschacher an dem Bild», erklärt Brogli. Für die Inszenierung des monumentalen Werks wurde ein Raum reserviert: eine multimediale «Arena».

Von seiner Sammlung will René Brogli nichts verkaufen. Geplant sind aber Ausstellungen mit professionellen Künstlern, deren Bilder verkauft werden. Zudem werden Auktionen durchgeführt. Die Idee ist, auch Antiquitäten, wie z. B. Möbel, an solchen Auktionen zum Kauf anzubieten. Angegliedert werden soll deshalb ein Restaurationsbetrieb für diese Möbel.

Ideen in Hülle und Fülle

«Ein wichtiger Teil ist der Restaurantbetrieb, der mit dem Kunsthaus vernetzt ist», betont René Brogli. Dafür sind Volker Beduhn und Franz Jantschik vom «Bären» in Dürrenroth zuständig. Trockenen Fusses kann man von der sehenswerten Ausstellung zum Restaurant gelangen.

Der Unternehmer René Brogli, mit ihm seine Partner Thomas Dutoit und der Museumsleiter Thomas Aurelius Belz haben viele Ideen. Man darf gespannt sein, was dieses Trio in Roggwil alles realisieren wird.

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