Eishockey
Eine Niederlage, die den Langenthalern Mut macht

Nach dem ersten Spiel in der Liga-Qualifikation ist den Langenthalern klar, dass Ambri-Piotta durchaus in ihrer Reichweite liegt. Heute Abend spielt der SCL zu Hause gegen Ambri und erhält die Chance die Serie auszugleichen.

Quentin Schlapbach
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Gehts nach SCL-Coach Heinz Ehlers, hat Ambri heute nichts zu lachen.mb

Gehts nach SCL-Coach Heinz Ehlers, hat Ambri heute nichts zu lachen.mb

Es war Torhüter Thomas Bäumle, welche die heissblütigen Ambri-Fans nach Spielschluss feierten. Wenn ein Goalie zum Matchwinner avanciert, heisst das umgekehrt auch, dass man ein paar Mal ordentlich unter Druck war.

Bäumle musste im Schlussdrittel gleich mehrmals eingreifen, um seinem Team die knappe Führung über die Zeit zu retten. Der SCL gewann nach zwei gespielten Drittel zwar eindeutig Überwasser punkto Spielanteile, konnte die Partie aber trotzdem nicht mehr drehen.

Heute mit weniger Respekt

«Wir können noch besser spielen», lautete denn auch Heinz Ehlers Fazit nachdem Schlusspfiff. Einerseits schien ihn die Niederlage zu ärgern, anderseits konnte er auch erkennen, dass dieser HC Ambri-Piotta durchaus in Reichweite des SCL liegt.

Am Schluss überwog die Zuversicht für die heutige Partie zu Hause. Man habe am Anfang der Partie zu viel Respekt vor dem oberklassigen Gegner gezeigt, das werde sich aber in der heutigen Partie ändern, so SCL-Coach Ehlers. Dass man während der ersten beiden Drittel noch etwas zurückgebunden war, lag vielleicht auch an der Vorbereitung. Die hätte unterschiedlicher kaum sein können.

Unterschiedliche Ausgangslagen

Ambri verlor am 24. März die achte Playout-Partie in Folge und konnte sich fortan zehn Tage lang intensiv auf das erste Liga-Quali-Spiel vorbereiten. Dass die Leventiner voll auf diese Partie fokussiert waren, merkte man von der ersten Sekunde an.

Beim SCL sah die Vorbereitung kurz nach dem wohl grössten Erfolg in der Klubgeschichte verständlicherweise etwas anders aus. In den sieben Tagen zwischen dem Final-Sieg über Lausanne und dem vorgestrigen Gastspiel in der Valascia feierten die Langenthaler gleich zwei ausgelassene Meisterpartys. Zudem hatte der SCL noch drei Tage weniger Zeit, um sich zu regenerieren.

Emotionen sind gefragt

Dass der Unterschied zum NLA-Vertreter trotz dieses Handicaps nicht allzu gross war, darf durchaus Mut machen. Je länger die Serie andauern wird, desto kleiner wird dieser «Vorbereitungsbonus» für die Leventiner ins Gewicht fallen. Folglich wussten auch die Tessiner nach dem knappen Sieg nicht genau, wo sie diesen Starterfolg einordnen sollen. «Ich denke Langenthal wird gerade zu Hause noch stärker auftreten, als heute. Diese Serie wird ein riesiger Kampf werden», schätzte Ambri-Verteidiger Pascal Müller die Situation ein. Grenzenloser Optimismus tönt anders.

Entscheidend wird heute auch sein, ob der SC Langenthal noch einmal die selben Emotionen aufbringen kann, wie gegen La Chaux-de-Fonds und Lausanne. Wenn die Halle auch heute zum zweiten Mal in Folge bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird, fällt das sicherlich leichter.

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