Reformierte Kirchgemeinde
Ein weiteres Pfarrhaus soll verkauft werden

Nach einem Jahr entscheiden die Reformierten erneut über den Verkauf eines weiteren Pfarrhauses. Seitdem die Residenzpflicht entfallen ist, versuchen entliche Kirchgemeinden ihre teuren Pfarrhäuser loszuwerden.

Urs Byland
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Solothurner Zeitung

In knapp einem Monat entscheidet die Kirchgemeindeversammlung der Reformierten über einen weiteren Hausverkauf. Vor einem Jahr ging der Verkauf des ehemaligen Schorener Pfarrhauses über die Bühne. Private kauften es für 800000 Franken. Nun ist das Pfarrhaus an der Turnhallenstrasse 6 an der Reihe.

Die Pfarrleute, die das Haus bis 2006 bewohnten, wurden damals von der Residenzpflicht dispensiert, seither wird es vermietet. «Meistens sind die Pfarrhäuser stattliche Liegenschaften mit viel Umschwung, der früher als Visitenkarte galt», berichtet Kirchgemeindepräsident Peter Hänni. Für ein Pfarrehepaar sei der Aufwand für den Unterhalt zu gross geworden.

Die meisten Pfarrfamilien sind inzwischen von der Residenzpflicht befreit worden, müssen also nicht mehr in jedem Fall ein Haus der Kirchgemeinde bewohnen, sondern können eine kleinere Wohnung mieten. «Dieses Problem wird auch in Bern diskutiert», fügt Peter Hänni an. Auch für die Kirchgemeinde werde der Unterhalt der alten Pfarrhäuser zum Problem, «wenn man weiss, wie viel nur schon das Heizen des Hauses kostet».

Der Kirchgemeinderat bittet die Kirchgemeindeversammlung, ihm die Kompetenz für Verkaufsverhandlungen zu geben. «Wenn Interessenten gefunden werden, wird am Ende wieder die Kirchgemeinde an einer Versammlung über den Verkauf entscheiden», berichtet Verwalter Urs Hallauer. Der Erlös aus dem Verkauf des ehemaligen Pfarrhauses wird ebenso wie beim Schorener Pfarrhaus für die Spezialfinanzierung Unterhalt Liegenschaften verwendet.