Sicherheit
Ein Lazarett auf Schienen für den Terrorfall

Ein Selbstmordattentat oder ein Helikopterabsturz – Schreckensszenarien, über die keiner der Teilnehmer am WEF länger nachdenken möchte. Dennoch müssen die Veranstalter für den Ernstfall gewappnet sein.

Lorenz Honegger und Beat Schmid
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Die Sanitätswagen der RhB.

Die Sanitätswagen der RhB.

Zum ersten Mal in der Geschichte des WEF steht ein Sanitätswagen der Rhätischen Bahn (RhB) am Bahnhof Davos Platz bereit. Die zwei grellgelben Waggons kommen dann zum Einsatz, wenn die Hilfskräfte eine grosse Anzahl Verletzter innert kürzester Zeit in entfernte Spitäler befördern müssen – etwa in die Kantonshauptstadt Chur.

«Die Idee dahinter ist, dass wir auch bei schlechtem Flugwetter Verletzte wegtransportieren können», erklärt Jörg Helge Junge, leitender Notarzt am WEF, gegenüber der az. Die Initiative für den Einsatz des Wagens sei von ihm persönlich gekommen.

Platz für 51 Verletzte

Das Lazarett auf Schienen bietet laut Junge Platz für sechs Schwerverletzte, fünfzehn Mittelschwerverletzte und dreissig Leichtverletzte. «Der Wagen ist innerhalb von dreissig Minuten abfahrbereit», erklärt der Notarzt. Seine Infrastruktur entspreche der eines gewöhnlichen Krankenwagens.

Die Reichweite des Zuges beschränke sich jedoch auf das Schienennetz der RhB – in Chur sei Endstation.

«Ich bin sehr guter Dinge, dass wir den Wagen nicht benötigen werden», sagt Jörg Helge Junge, halb lachend, halb ernst.