Koppigen
Ein bunter Treffpunkt für Gross und Klein

Am Schnittersonntag setzt man sich gerne zu einem Schwatz zusammen. Und beim Bummel durch die Marktstände eröffnet sich vor allem den kleinen Besuchern ein Paradies.

Rita Schneider
Drucken
Teilen
Schnittersonntag in Koppigen
14 Bilder
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen
Schnittersonntag in Koppigen

Schnittersonntag in Koppigen

az Langenthaler Tagblatt

Wo in früheren Zeiten noch Taglöhner für die Ernte angeheuert wurden, stehen heute Marktstände. Die Tradition des Schnittersonntags blieb bestehen, das Angebot hat sich der heutigen Zeit angepasst. Vor dem Restaurant Sternen konzertiert die einheimische Musikgesellschaft. Ihr gilt das Interesse des Publikums. Die rassige Blasmusik passt zum Chilbirummel, zumal sich gleich nebenan der Biergarten zum Apéro geradezu aufdrängt. Während die einen sich, gezeichnet von den zwei langen Nächten zuvor, diskret zurückhalten, klatscht die Mehrheit im Takt mit.

Ein Paradies für die Kleinen

Beim Bummel durch die Marktstände eröffnet sich den Kleinen ein Paradies. Spielsachen und Ballons in leuchtenden Farben lassen die Kinderherzen höher schlagen. Wer kann bettelnden Kinderaugen schon widerstehen und so versteht es sich von selbst, dass der Geldbeutel der Eltern mehr als nur einmal gezückt wird.

«So, jetzt ist aber Schluss», meint ein Vater bestimmt. Eine Runde auf dem Karussell wurde noch gewährt. Hier sollte es das Feuerwehrauto sein, das vor allem bei den Buben hoch im Kurs stand. Stolz wird im Vorbeifahren den wartenden Eltern zugewunken. Zu schnell ist die Fahrt vorbei, nun gehts wieder in den Märit-Rummel.

Handwerkermärit, der Geheimtipp

In einer Seitenstrasse weist ein grosses Plakat auf den Handwerkermärit hin. Hier geht es etwas ruhiger zu und her. Töpferwaren, Schmuck, Bilder, Spiegel und Figuren aus Alu werden angeboten. Zu Spontankäufen kommt es hier nicht. Es wird verglichen, der Schmuck anprobiert. Passt die Keramikfigur zu den vorhandenen Einrichtungsgegenständen? Jeder Kauf will gründlich überlegt sein.

Begeistert lässt sich eine Dame die exklusive Halskette umhängen. Ob sie sie kaufen wird? Sie lässt sie für eine Stunde reservieren, wolle nochmals über den Markt gehen und über den Kauf nachdenken, sagt sie. Ihr Partner setzt sich für den Kauf ein. «Es sieht nach Regen aus, kauf sie, sonst bis du dir zu Hause reuig.» Zumindest was den Regen betrifft, sollte der Herr recht behalten, und so wechselte die Kette mit den dezent glitzernden Kugeln doch noch die Besitzerin.

Gewitter als Dreingabe

Schon am Morgen zogen von Westen her dunkle Wolken auf. Die herrschende Schwüle liess zudem erahnen, dass ein Gewitter im Anmarsch war. Dass sich weder die Besucher noch die Anbieter darüber freuten, ist verständlich. Einer allerdings dürfte ein gutes Geschäft gemacht haben: der Mann mit den Regenschirmen. Wer keinen Schirm zur Hand hatte, dem blieb einzig der Kauf oder er verzog sich unter die schützenden Vordächer. Eilig wurden jetzt die Kleiderständer unter die Markzelte gezogen, die luftigen Sommerkleider, sonst der Renner, fanden keinen Absatz mehr und auch der Glaceverkäufer schaute betrübt gegen den Himmel. Sein Softeis war auch schon mehr gefragt.

Dafür ging in der Hammestube, dem Biergarten und den anderen Lokalitäten der Rummel los. Während draussen der Gewitterregen niederprasselte, schmeckte der Hammeteller im Zelt doppelt so gut. In den verschiedenen Stübli trafen sich dann auch die Heimweh-Koppiger zu einem Schwatz. «Man trifft immer wieder bekannte Gesichter», sagte eine Besucherin. Es sei mehr als nur ein Markt, da werde oft Wiedersehen gefeiert – und das nicht zu knapp.

Aktuelle Nachrichten