FC Basel
"Dieser Pass von Walter Samuel ist einfach zum feucht werden"

Ein normaler Matchbericht ist Ihnen zu langweilig? Kein Problem! Wir erzählen Ihnen die Geschichten der Partie mit all ihren Highlights, Emotionen und Besonderheiten in den besten Tweets, die während der Partie abgesetzt wurden.

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Leitete mit einem Traumpass das 1:0 ein: Walter Samuel.

Leitete mit einem Traumpass das 1:0 ein: Walter Samuel.

Keystone

"Was, schon wieder Posen?" - Diese Gedankengedänge dürften manch einen Basler Gelegenheitszuschauer durchtrieben und dafür gesorgt haben, dass das Joggeli mehr schlecht als recht gefüllt war. So waren vor allem treue Fans und Fussballhipster, die durch ihren Matchbesuch dem Mainstream entgegenschwammen, auf den Rängen zu finden.

Die Partie passte sich rasch dem Niveau auf den Rängen an: Ausser den Gesängen der Muttenzerkurve war es nämlich mucksmäuschenstill im Joggeli. Überraschenderweise waren es die Polen, welche den Ball in den ersten Minuten behaupten konnten. In die Gefahrenzone vor dem Basler Tor kamen sie aber nicht. Auch der FCB vermochte nicht zu überzeugen...

...was für Ernüchterung auf den Rängen sorgte.

Fussballtickets waren heute an den Verkaufsstellen in Basel also nicht so begehrt. Dafür sollen Gerüchten zu Folge Notizblöcke in allen möglichen Grössen und Farben in sämtlichen Papeterien ausverkauft sein. Grund dafür ist die hohe Anzahl an Scouts, welche die Medienplätze im Joggeli belegten:

Die Baser Kollektivleistung war in der ersten Halbzeit allgemein gesehen eher schwach. Auch wenn einzelne Spieler positiv herausragten. So wusste neben Embolo vor allem auch Bjarnason zu überzeugen. Neben einigen guten Aktionen, fiel der Isländer wie immer durch seine Frisur auf: Wie seine Mähne in der ersten Halbzeit wieder über den Platz geschwebt ist, war bemerkenswert. Gäbe es Pflegespülungen für Männer - Bjarnason wäre wohl der einzig glaubwürdige Werbeträger dafür. Sein Haar lässt manch ein weibliches Model vor Neid erblassen.

Spielerisch gesehen reichte bis zu diesem Zeitpunkt aber auch Bjarnasons Können nicht aus, um den Unterschied zu machen. Es brauchte eine gelb-rote Karte für den Posner Linetty, um die Basler aus ihrem Tiefschlag zu wecken.

Danach dauerte es keine fünf Minuten und Walter Samuel wandelte sich von "Il muro" zum Zauberfüsschen. Sein Zuspiel auf eben jenen Bjarnason war Weltklasse. Der Isländer konnte gar nicht anders, als diese Vorlage zum 1:0 zu verwerten. Eine Tatsache, die einige Zuschauer vulgär werden liess.

1:0 in einem Europa League Gruppenspiel. Friede, Freude Eierkuchen also? Denkste! Die hohen Ansprüche einiger Basler Zuschauer und Fussballinteressierten wurden nicht zufriedengestellt, da zu wenig energisch das 2:0 gesucht wurde.

Als dieses in der 90. Minute mit dem Tor von Embolo dann doch noch fiel, musste auch der energischste Kritiker verstummen.

Sechs Punkte nach zwei Spielen - Auch wenn die Leistung nicht durchgehend überzeugend war, ist dies klar ein Start nach Mass in die diesjährige Europa League Saison. Mit dieser Abgeklärtheit können es die Basler weit bringen. (agt)

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