Dietikon
Diese Töggelerin sahnt gleich vier Weltmeistertitel ab

Cindy Kubiatowicz holt an der Tischfussball-Weltmeisterschaft in Salzburg letztes Wochenende gleich vier Weltmeistertitel. Damit qualifiziert sie sich für die nächsten Turniere 2017 in Hamburg.

Anina Gepp
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Die Rivalität und der Kampf um den Sieg sporne sie an, sagt Cindy Kubiatowicz. Die Dietikerin gewann in Salzburg gleich vier Weltmeisterschaftstitel.

Die Rivalität und der Kampf um den Sieg sporne sie an, sagt Cindy Kubiatowicz. Die Dietikerin gewann in Salzburg gleich vier Weltmeisterschaftstitel.

Zur Verfügung gestellt

Die Trophäensammlung von Cindy Kubiatowicz (ehemals Moser) bekommt beträchtlichen Zuwachs. Die 29-jährige Tischfussballerin gewann am vergangenen Wochenende in Salzburg in den Kategorien Damen Einzel, Damen Doppel, Classic Doppel und Damen Schweizer Nationalteam den Weltmeistertitel. Somit triumphierte die Dietikerin gleich in vier von fünf Disziplinen, an denen sie teilgenommen hat. Die Freude der Sportlerin ist gross. «Damit habe ich mich für die Weltmeisterschaft 2017 in Hamburg qualifiziert. Dieser Titel ist mein nächstes Ziel», sagt sie.

Vorbereitet habe sie sich, indem sie in jeder freien Minute mit ihrem Mann Filip trainiert habe. «Er ist meine grösste Stütze», sagt sie. Auch ihre Freunde stünden ihr immer zur Seite und stellten sich als Trainingspartner zur Verfügung. In vorhergehenden Jahren hat Kubiatowicz oftmals auch alleine trainiert. Das klappe ebenfalls sehr gut, da man mit der Zeit alle möglichen Spielzüge kenne, so Kubiatowicz. Dabei handle es sich jeweils um Millimeterarbeit. Wichtig sei beim Training alleine, sich in eine Situation zu versetzen, in der man kämpfen müsse, so Kubiatowicz.

Motivation ist nicht immer da

Es sei aber trotzdem nicht immer leicht, immer wieder neue Motivation zu finden. «Da wir nicht vom Tischfussball leben können, ist es manchmal schwierig», sagt sie. Kubiatowicz hat vor kurzem eine eigene Firma gegründet, die Tischfussball Events für Firmen organisiert. Da sie aber für sich selbst keinen Sponsor hat, arbeitet sie nach wie vor Vollzeit. Da bleibt nur noch wenig Zeit, um zu trainieren. Die Rivalität und der Kampf um den Sieg sporne sie jedoch an, so Kubiatowicz.

Am Tischfussball fasziniert die Dietikerin vor allem die Vielfalt der Sportart. «Das Spiel ist voller Action und die Leute die sich mit dem Sport beschäftigen, sind toll», sagt sie. Es gebe natürlich auch Leute, die sie dafür belächelten. «Wenn das der Fall ist, ändert sich das aber spätestens, wenn sie gegen mich spielen», sagt Kubiatowicz und lacht.

Dass es Kubiatowicz auf dem Kasten hat, bewies die Limmattalerin zum ersten Mal im Jahre 2010. Damals wurde sie Weltmeisterin mit der Schweizer Nationalmannschaft, 2012 dann Vizeweltmeisterin im Einzel und seit 2012 jährlich Schweizer Meisterin im Einzel. Letztes Jahr erreichte sie in Wien an der Weltmeisterschaft den Weltmeistertitel im Damen- Doppel und dem Vize-Weltmeistertitel im Einzel.