Rankmatte
Diese Leistung lässt die Fans vom Aufstieg träumen

Der Fussballclub Langenthal will in die 1. Liga. «Wir wollen aufsteigen, wir müssen nicht», sagt der Sportchef. Die Fans strahlen nach dem Sieg gegen Zofingen am Zimmerli-Cup Zuversicht aus.

Hans Mathys
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FCL-Sportchef Heinz Aebi und Ehrenpräsident Karl Käser freuen sich über die gute Leistung im Testspiel gegen Zofingen. hml

FCL-Sportchef Heinz Aebi und Ehrenpräsident Karl Käser freuen sich über die gute Leistung im Testspiel gegen Zofingen. hml

Solothurner Zeitung

Der Zimmerli-Ako-Cup in Langenthal bietet den beteiligten Teams eine Standortbestimmung im Vorfeld von Cup und Meisterschaft. Der FC Langenthal (FCL) als Gastgeber und Vertreter der 2. Liga inter hat dazu die 1.Ligisten Thun U-21, Breitenrain und Zofingen eingeladen. Gegen den Titelverteidiger aus dem Aargau gewinnt der FCL verdient 1:0 und steht im Final um den Turniersieg.

Beim Anpfiff des Halbfinalspiels Langenthal gegen Zofingen regnet es in Strömen. Die treusten FCL-Fans lassen sich aber nicht vom Besuch abhalten. Auch der 76-jährige Rudolf Wälchli – Schwiegervater von Trainer Willy Neuenschwander und während Jahrzehnten im Vorstand tätig – verfolgt das Spiel. «Ich habe ein gutes Gefühl», sagt er optimistisch. «Das Team ist eingespielt, weil es kaum Wechsel gab», begründet er seine Zuversicht, «für den Aufstieg braucht es aber einen guten Start und Glück.» Wälchli beobachtet, wie zuerst Zofingen am Drücker ist, aber in der 13. und 26. Minute verpasst der FCL die Führung. In der Speaker-Kabine antwortet Roland Jungi auf die Frage nach seinen Favoriten in der «Langenthaler» Gruppe: «Da gibt es vier bis sechs Teams – inklusive FCL».

Auf der Tribüne ereifern sich die Rentner Alfred Sägesser und Robert Stämpfli. «Schüss doch emol», ruft Letzterer Richtung FCL-Stürmer. «Schwer zu sagen, wie stark die anderen Teams sind», sagt er zu den Langenthaler Aufstiegschancen in der Zürcher Gruppe. «Ich nehme an, dass der FCL bis zum Schluss vorne dabei ist», sagt Sägesser. «Jetzt freue ich mich aufs Penaltyschiessen. Da haben wir mit Marcel Hügli einen Top-Schützen», sagt er 15 Minuten vor Schluss, als es zwischen Langenthal und Zofingen unverändert 0:0 steht. «Langenthal und Zofingen sind sich ebenbürtig», lautet FCL-Ehrenpräsident Karl Käsers Fazit. «Den Wechsel in die Zürcher Gruppe finde ich gut. Wir haben ein gutes Team. Um aufzusteigen, braucht es aber auch Glück», so Käser. Er hofft, dass der FCL so dominant auftritt wie in der Rückrunde der Saison 2010/11.

Es gibt keine Garantien

«Schön wäre es, wenn wir nicht wieder eine Übermannschaft in der Gruppe haben, wie es zuerst Dornach und dann Serrières waren», blickt FCL-Sportchef Heinz Aebi voraus. «Oerlikon-Polizei, Seefeld und das U21-Team Aargau werden unsere Rivalen im Kampf um den Aufstieg sein – eventuell auch Küsnacht und Red Star», so Aebi. «Wir wollen aufsteigen, wir müssen nicht», sagt er. «Der Aufstieg lässt sich nicht planen. Garantien gibt es keine.» Der Sportchef hofft, dass beim FCL die Kontinuität Früchte trägt.

Staff und Kader seien eingespielt. Zwei Neuverpflichtungen stehen zwei Abgängen gegenüber. «Kurzfristig und beruflich bedingt verlässt uns leider Stürmer Thomas Bigler», so Aebi. «Aber unsere Mannschaft ist gefestigt und eine Einheit.» Zehn Minuten vor Schluss ärgert sich FCL-Fan Fritz Heiniger – er steht hinter dem Zofinger Tor –, dass Flügelflitzer Mehmet Arisoy die Flanke in den Strafraum nach seiner Ansicht misslingt. «Nei», ruft er, doch der Ball kommt ideal zu Bledar Binaku: 1:0 für Langenthal – das Siegestor. Heiniger euphorisch: «Punkto 1.-Liga-Aufstieg bin ich jetzt optimistisch – sehr sogar.»

Zimmerli-Ako-Cup: Final am Samstag, 17 Uhr, Rankmatte. Gegner entweder Breitenrain oder Thun U21.

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