Langenthal
Die Waldspielgruppe ist immer im Wald - mit zwei Ausnahmen

Junge Männer, die nachts noch nie alleine im Wald waren: Vor zehn Jahren sorgte eine Studie des VBS für Aufsehen. 90 Prozent der Rekruten waren nachts noch nie im Wald. Das wird in zehn Jahren wohl nicht mehr der Fall sein - dank Waldspielgruppen.

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Leta Denoth (li.) und Sara Haefeli gründen Waldspielgruppe.

Leta Denoth (li.) und Sara Haefeli gründen Waldspielgruppe.

Zur Verfügung gestellt

Diese sind so beliebt wie noch nie. Im August wird auch in Langenthal eine weitere Waldspielgruppe entstehen. Die Naturpädagogin Leta Denoth und Kindergärtnerin Sara Haefeli haben ihre Waldspielgruppe noch nicht einmal gestartet und trotzdem sind für die Jahre 2013 und 2014 schon Plätze reserviert.

Es hat noch Plätze frei

Für den Start in diesem Sommer gibt es allerdings noch Plätze. Bis zu 14 Kinder können jeden Donnerstag zwischen 9 und 14 Uhr in den Wald gehen. Sieben Minuten ob der Abzweigung beim Alt-Einschlag steht rings um eine Feuerstelle ein Waldsofa. In den Wald geht die Spielgruppe bei praktisch jedem Wetter. «Die Ausrüstung ist sehr wichtig», sagt Denoth. Nur in zwei Fällen macht sie eine Ausnahme: «Bei Stürmen ist es natürlich zu gefährlich», sagt Denoth. Und sinke das Thermometer tief unter null Grad werde ein Alternativstandort gesucht.

Mehrere Stunden haben Denoth und Haefeli an dem Waldsofa gebaut. Das Holz stammt aus dem Wald. «Es ist eine Ergänzung zu anderen Spielgruppen», sagt Denoth. «Hier können sie mit einer Gruppe draussen sein. Für Kinder ist es wichtig, diese Begegnung zu haben.» Die geplante Waldspielgruppe gehört zum Projekt «Dusse-Verusse» der Genossenschaft Feuervogel, die mehrere Waldspielgruppen in der Schweiz unterstützt. Bei der Genossenschaft hat Leta Denoth auch ihre Ausbildung zur Naturpädagogin absolviert.