Aarwangenstrasse
Die Sicherheit auf der Baustelle geht vor

Die Bauarbeiten zur Erneuerung des Kreisels Hard an der Aarwangerstrasse verlaufen nach Plan. Erfreulicherweise waren bisher keine Unfälle im Zusammenhang mit der Baustelle zu verzeichnen - für die Planer ein positives Zeichen.

Tobias Granwehr
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Kreisel Hard in Langenthal wird komplett umgebaut
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Kreisel Hard in Langenthal wird komplett umgebaut

az Langenthaler Tagblatt

Es ist eng beim Kreisel Hard; die Verkehrsführung mit einem provisorischen Kreisel ist ungewöhnlich. Und was die Auto- und Lastwagenfahrer zurzeit wohl am meisten beschäftigt: Die Zufahrt über die Aarwangenstrasse Richtung Stadtzentrum ist gesperrt. Grund ist die komplette Sanierung des Hard-Kreisels mit den blauen Stelen. Zuständig ist der Oberingenieurkreis IV des kantonalen Tiefbauamts, die Strassen sind in Kantonsbesitz. Das über 20-jährige Provisorium hatte mehrere Schwachstellen, unter anderem der schlechte Belagszustand und die zu geringe Leistungsfähigkeit der Verkehrsrundung.

Jetzt werden diese Schwachstellen ausgemerzt. Während weiterhin täglich zahlreiche Autos und Lastwagen an der Baustelle vorbei brausen, arbeiten die Angestellten der Baufirma fleissig an der neuen Verkehrsführung des Kreisels. Vor allem die Verbesserungen für den Langsamverkehr (Fussgänger und Velofahrer) sind offensichtlich – mit breiten Trottoirs und einem Veloeinspurstreifen. Laut dem verantwortlichen Kreisoberingenieur Roger Schibler verlaufen die Bauarbeiten planmässig. «Wir können die geforderte Qualität, die gesteckten Termine wie auch die geplanten Kosten voraussichtlich einhalten.» Bis Ende dieses Jahres soll der Kreisel in neuem Glanz erstrahlen, bereits Mitte Oktober werde die Sperrung der Strasse Richtung Zentrum aufgehoben, sagt Schibler.

Provisorischer Kreisel als Glücksfall

Die Arbeiten sind aufgeteilt in vier Bauphasen. Diese Planung ermöglicht, dass der Verkehr fliesst und trotzdem zügig gearbeitet werden kann. Ein Glücksfall sei der Platz für ein Kreiselprovisorium, sagt der Kreisoberingenieur. «Das ist ungewöhnlich.» So konnte die Baustelle räumlich abgetrennt werden, was die Arbeiten erleichtert und die Sicherheit der Bauarbeiter erhöht. Damit werde Zeit gewonnen. «Ansonsten dauern die Arbeiten an einem Kreisel in diesem Umfang fast ein Jahr», so Schibler.

Sicherheit ist überhaupt ein wichtiges Thema bei einem solchen Projekt: «Bei Strassenbaustellen hat die Sicherheit der Arbeiter und der Verkehrsteilnehmer eine sehr hohe Priorität. Der Verkehr soll aber auch fliessen.» Baustellen seien vorübergehende, spezielle Betriebszustände und erforderten daher von allen Betroffenen eine erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme, sagt er.

Eine Herausforderung sind die verschiedenen privaten Zufahrten, die gewährleistet sein müssen. «Die Zufahrten unterbrechen die Baustelle und erschweren so die Arbeiten», sagt Schibler. «Trotzdem versuchen wir unser Möglichstes.» Dies gehe nur mit einer detaillierten Bauplanung und teilweise mit Zufahrtsprovisorien. Der Kreisoberingenieur stellt klar: «Die Sicherheit der Arbeiter, das Baumaterial, die Gerätschaften und die Bauarbeiten selbst benötigen Platz.» Gleichzeitig müsse die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Das bedinge dann, dass der Verkehrsfluss eingeschränkt werde. Trotz Einschränkungen läuft der Verkehr zurzeit rund. Schibler sagt: Auch in einem Provisorium sei das Verkehrsregime dasselbe wie in einem normalen Kreisel. Obwohl vorsignalisiert, lassen sich allerdings vereinzelte Verkehrsteilnehmer von der gesperrten Kreiselausfahrt in Richtung Stadtzentrum überraschen und müssen sich im Kreisel neu orientieren. «Dies führt vereinzelt zu Verzögerungen im Verkehrsfluss», sagt er.

Bisher keine Unfälle

Erfreulicherweise waren laut Schibler bisher keine Unfälle im Zusammenhang mit der Baustelle zu verzeichnen. Für die Planer des Oberingenieurkreises und die Bauarbeiten ein positives Zeichen – der Hard Kreisel ist immerhin eine der meist befahrenen Stellen Langenthals.

Noch brauchen die Verkehrsteilnehmer also etwas Geduld. Diese wird sich jedoch auszahlen, denn vom neuen Kreisel werden alle profitieren.

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