Viehschau
Die neue Miss heisst Anita und kommt aus Rumisberg

Rumisberg/Wiedlisbach Bereits zum 6. Mal zeigten die Wiedlisbacher Züchterfamilien Schmitz und Allenbach im Anschluss an die Viehschau in Rumisberg ihre Spitzenkühe bei der Kuhparade durchs Froburger Städtchen.

Kurt Nützi
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Solothurner Zeitung

Mit einem grossen Publikumsaufmarsch wurden die Organisatoren des Viehzuchtvereins (VZV) Bipperamt in Rumisberg für ihre Bemühungen zur Attraktivitätssteigerung der Viehschau belohnt. Hanspeter Schmitz (Wiedlisbach) und Christine Fahrni (Rumisberg), der Präsident und die Geschäftsführerin des VZV, scheuten keinen Aufwand, um ein breites Interesse zu wecken. Am Morgen konnten sich Kinder und Jugendliche beim Wettmelken in vier Kategorien messen.

Die zwei Alphornbläser des Duos Paulihans aus Welschenrohr und die jungen Schwyzerörgelispieler Thierry Müller (Wiedlisbach) und Oliver Stuber (Attiswil) sorgten an der Viehschau und an der Kuhparade für den musikalischen Rahmen. Die drei Experten, der Gruppenleiter Andreas Hänni (Gerzensee), Christian Kobel (Trub) und Hansueli Lüthi (Emmenmatt) punktierten und rangierten jede Kuh der acht Kategorien. Diese werden anhand ihres Alters und ihrer Laktation gebildet. Nachdem jedes Tier einer Kategorie rangiert war, ergriff einer der Experten das Mikrofon, gab zuerst einen Gesamteindruck der Tiere dieser Kategorie und erläuterte, warum gerade diese Kuh die beste ihres Alters war.

Gruppenleiter Hännis Lob

Vor der Misswahl und dem 2. Oberaargauer Genossenschafts-Cup spendete Gruppenleiter Hänni am Mittagstisch nur Lob für die Arbeit der neun Züchter im Bipperamt: «Wir konnten sehr grosse Kühe, die durchwegs die ausgeprägten Merkmale ihrer Rasse aufwiesen, beurteilen. Die meisten Tiere wiesen eine hohe Wirtschaftlichkeit, also Milchmenge, mit hohen Eiweiss- und Fettwerten auf. Unser Gesamteindruck: eine sehr hohe Qualität bei jungen und alten Tieren!» Hänni erklärte zudem den Sinn und Zweck einer Viehschau: «Eine Viehschau ist die beste Möglichkeit für den Experten und den Züchter, die Kühe miteinander zu vergleichen. Der Züchter erhält Anhaltspunkte, wo er seine Zucht verbessern kann.»

Nach der Mittagspause lancierten die beiden einheimischen Spitzenschwinger Bruno Gisler und Simon Bohner das 100. Oberaargauische Schwingfest über das Pfingstwochenende 2011 in Rumisberg. Die beiden zeigten die gängigsten Griffe ihrer Sportart.

Anita folgt auf Ingrid

Nach der Schwingerdemonstration folgte die zweite Austragung des Oberaargauer Genossenschafts-Cups. Neben sechs Oberaargauer Züchtervereinen beteiligten sich die Züchtervereine Wynigen und Thal. Jeder Verein musste drei möglichst gleich alte und gleich grosse Kühe von mindestens zwei Züchtern vorführen. Der Viehzuchtverein Grasswil konnte den Vorjahreserfolg nicht wiederholen. Das einheimische Trio der Züchter Schmitz und Allenbach setzte sich klar durch. Die zurzeit trächtige vierfache Miss Bipperamt Ingrid liess Besitzer Hansruedi Allenbach im Stall. Die drei Experten waren sich rasch einig, welche der acht Kategoriensiegerinnen den Titel Miss Bipperamt 2010 erhält: die achtjährige Anita des Züchters Ernst Ryf, Rumisberg. Nach der Viehschau trieben Schmitz und Allenbach ihre Herden nach Wiedlisbach zur 6. Kuhparade durchs Städtchen.

Die acht Kategoriensiegerinnen: Kat. 1: Jamaika 89 P. Besitzer : Hansruedi Allenbach, Wiedlisbach. Sie ist eine Tochter der vierfachen Miss Ingrid; Kat. 2: Talin 89 P. Hanspeter Schmitz, Wiedlisbach; Kat. 3: Karissa 94 P. Ulrich Fahrni, Rumisberg; Kat. 4: Kiwi 94 P. Ulrich Fahrni, Rumisberg; Kat. 5: Akazie 96 P. Hanspeter Schmitz, Wiedlisb.; Kat. 6: Erika 97 P. Hansruedi Allenbach, Wiedlisb.; Kat. 7: Taschina 97 P. Hanspeter Schmitz, Wiedb.; Kat. 8: Anita 98 P. Ernst Ryf, Rumisberg.