Donnerstag Club
Die Langenthaler Sportförderer werden 30.

Er ist zu einer Institution geworden. Seit 1981 unterstützt der Donnerstag Club den Sport im Oberaargau. Nun feiert der Verein seinen Geburtstag.

Hans Mathys
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Vier erfolgreiche Sportler aus der Region sprechen über ihre Karrieren: Christoph Bühler, Regula Anliker-Aebi, Thomas Lamparter und Fabienne Weyermann mit Moderator Marcel Hammel (von links). hml

Vier erfolgreiche Sportler aus der Region sprechen über ihre Karrieren: Christoph Bühler, Regula Anliker-Aebi, Thomas Lamparter und Fabienne Weyermann mit Moderator Marcel Hammel (von links). hml

Solothurner Zeitung

125 Personen – Mitglieder des vor 30 Jahren gegründeten Donnerstag Club und ihre Partner – verliehen dem Jubiläumsanlass einen würdigen Rahmen. Mit Fritz Anderegg und Hanspeter Käser nahmen auch zwei damalige Gründungsmitglieder an der von Thomas Aeschbacher und Rainer Walker musikalisch bereicherten Feier teil, während sich Gründungspräsident William Trösch entschuldigen liess.

152 Mitglieder

Dem Jubiläumsfest ging die Jahresversammlung voraus: Langenthals Stadtpräsident Thomas Rufener blickte in seiner Funktion als Präsident des Donnerstag Club auf das Vereinsjahr 2010 mit den Anlässen Sommerparty und Sportpreis-Verleihung zurück. «Der Sportpool wurde ausgeweitet», sagte Rufener. Für dieses Projekt, bei dem junge Sportlerinnen und Sportler im Visier sind, die noch nicht von nationalen Eliteförderungsprogrammen profitieren können, sind vergangenes Jahr 13500 Franken ausgerichtet worden.

Ende 2010 bestand der Donnerstag Club aus 152 Mitgliedern. 40 von ihnen sind Ehren- oder Freimitglieder. Wer das 65. Altersjahr erreicht hat und mindestens zehn Jahre Mitglied ist, wird Freimitglied und von der Beitragspflicht entbunden. Dies führte zu einem seit fünf Jahren anhaltenden Schwund an zahlenden Mitgliedern. Rufener informierte über die aktuelle «Kampagne mit erfreulichen Rückmeldungen».

35000 Franken für SC Langenthal

Er habe gemerkt, dass die Idee der Sportförderung auch bei jungen Leuten einen guten Nährboden finde. Seit Neujahr hätten bereits 16 neue Mitglieder gewonnen werden können. Hans Gfeller, der Vorgänger von Präsident Rufener, widmete dem Vorstand ein Kränzchen, weil es ihm gelungen sei, mit Fleissarbeit den Schwund an Mitgliedern zu stoppen. Gfeller: «Ich bin zufrieden. Macht weiter so.»

Kassier Franz Wisler stellte die Jahresrechnung 2010 vor, die bei Einnahmen von 123000 Franken mit einem Gewinn von 6600 Franken abschliesst. Der Donnerstag Club schüttete am Oberaargauer Sportpreis im Dezember 24500 Franken bar aus und unterstützte im Jahr 2010 Vereine mit 55500 Franken. Mit 35000 Franken erhielt der Schlittschuhklub Langenthal (SCL) den grössten Brocken, doch der Beitrag an die AG (Nationalliga-B-Betrieb) wurde um 5000 Franken gekürzt. Der Verein (Nachwuchs) alimentierte mit 20000 Franken (unverändert). Während sich der EHC Napf 2009 noch über 6000 Franken freuen konnte, habe man die Nachfolger, die Huttwil Falcons, «abgehängt». Dort wolle man zuerst die weitere Entwicklung abwarten.

Der Sport als Lebensschule

Ohne Gegenstimme genehmigten die Versammelten nach der Rechnung 2010 auch das Budget 2011, das ein Defizit von 1800 Franken vorsieht. Der Voranschlag sei aber «zurückhaltend», weil hier die von den 16 Neumitgliedern zu erwartenden je 1000 Franken noch unberücksichtigt seien. Ende 2010 betrug das Vermögen 74000 Franken. Seitens des SC Langenthal dankte Geschäftsführer Gian Kämpf dem Donnerstag Club für die finanzielle Unterstützung, die weit mehr als «ein kleines Zückerli» sei. «Das Gros der Mannschaft bleibt zusammen», blickte Kämpf zudem auf die neue Saison voraus. Alle 18 Spieler hätten das Sommertraining bereits aufgenommen.

Den Abschluss des der Versammlung folgenden Jubiläumsanlasses bildete ein Gespräch. Marcel Hammel führte dieses mit vier Persönlichkeiten, die beim Oberaargauer Sportpreis häufig ausgezeichnet wurden: Regula Anliker-Aebi und Fabienne Weyermann (beide Leichtathletik), Christoph Bühler (Schwimmen) und Thomas Lamparter (Bob). Diese verrieten, wie sie zu ihrer Sportart fanden. Sie nannten auch die schönsten und traurigsten Momente ihrer Karriere und sagten, wie sie Sport und Beruf unter einen Hut brachten. Alle vier waren sich einig, was ihnen der Sport bedeutete (oder im Fall des noch aktiven Lamparter bedeutet): «Er ist eine gute Lebensschule.»