Konzertverein Langenthal
Die Chöre und das Orchester in Langenthal spannen zusammen

Das Stadtorchester, der Frauenchor und der Männerchor führen dieses Jahr das weitgehend unbekannte Requiem des Komponisten Franz von Suppé gemeinsam auf. Der Zusammenschluss verlangt von allen Beteiligten höchste Konzentration ab.

Jana Fehrensen
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Der Konzertverein probt unter der Leitung von Dirigent Andreas Meier-Oulevey für das Requiem.

Der Konzertverein probt unter der Leitung von Dirigent Andreas Meier-Oulevey für das Requiem.

jfl

Alle vier Jahre verbindet der Konzertverein Langenthal einige der wichtigsten Akteure der klassischen Musikszene Langenthals, um ein monumentales Werk aufzuführen. Diesmal bündeln das Stadtorchester Langenthal, der Frauenchor und der Männerchor ihre Kräfte, um sich dem wenig bekannten, aber berührend schönen Requiem aus der Feder Franz von Suppés zu widmen.

Zusammenschluss erfordert höchste Konzentration

Monatelang übten die Akteure ihre Parts getrennt. Nun, kurz vor den Aufführungen am 24. und am 25. März, heisst es, die Einzelteile zu einem Ganzen zusammenwachsen zu lassen. Eine Aufgabe, die nicht einfach ist und allen Beteiligten die höchste Konzentration abverlangt – besonders Andreas Meier-Oulevey, der die musikalische Gesamtleitung übernommen hat.

Es sind über hundert Sängerinnen und Sänger sowie Musiker, welche die Präsidentin des Konzertvereins, Petra Moser, bei der ersten gemeinsamen Probe begrüsst. Der Singsaal im Schulhaus Kreuzfeld 4 ist gut gefüllt, die Anspannung ist bei allen Beteiligten deutlich spürbar.

Mit routinierter Bewegung fordert Dirigent Meier-Oulevey die beiden Chöre zum Aufstehen auf und gibt die ersten Anweisungen. Nach und nach erklingen Requiem, Dies Irae, Tuba mirum und weitere Teile, die von den Chören und Musikern gemeinsam bestritten werden.

Immer wieder stoppt Meier-Oulevey die Probe, um dieses oder jenes Detail anzupassen oder hervorzuheben. Hilfreich zur Seite steht ihm Walter Stucki, Dirigent des Stadtorchesters, der diesmal nach den abgeschlossenen Einzelproben einen Platz im Orchester, in der Bläserabteilung eingenommen hat. Oft sind es Kleinigkeiten, wie die Rückfrage von Meier-Oulevey, ob den Musikern seine Taktschlagpräzision ausreicht. Doch in der Summe sind sie wichtig für das Gelingen des Ganzen.

Probe mit den Solisten

Gut zweieinhalb Stunden dauert die erste Gesamtprobe. Das ist zwar anstrengend, doch das Ergebnis überzeugt. Alle Beteiligten zeigen sich zufrieden. Als Nächstes steht die Probe mit den Solisten Beatrice Ruchti (Sopran), Stephanie Bucher (Alt), Mark Grundler (Tenor) und Roger Bucher (Bass) an. Und dann kann sich das Oberaargauer Publikum schon auf ein aussergewöhnliches Requiem aus der Feder des Vaters der Wiener Operette, Franz von Suppé, freuen.

Konzertverein Langenthal Franz von Suppé, Requiem, Missa pro defunctis. Samstag, 24. März, 20 Uhr, und Sonntag, 25. März, 17 Uhr, reformierte Kirche Geissberg. Eintritt: Je nach Plätzen 35 oder 25 Franken. Vorverkauf Kuoni Reisen AG, Langenthal.

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