Spionage
Die App „Janus“ schützt die Handys der Bundesräte vor Spionage

Alle Handys von Bundesräten, Generalsekretären und internationalen Unterhändlern der Schweiz sind mit der App «Janus» geschützt. Sie bietet bei Gesprächen auch im Ausland Schutz dagegen, abgehört zu werden.

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Derzeit ist eine Spionage-Software in Umlauf (Symbolbild)

Derzeit ist eine Spionage-Software in Umlauf (Symbolbild)

Keystone
1974: Überwachung eines russischen Dissidenten Im Jahr 1974 kam der mittlerweile verstorbene russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn in die Schweiz. Kaum angekommen klopfte eine Geheimagentin an seine Tür und brachte ihm einen Strauss Rosen und Flieder. Solschenizyn tappte in die Falle und stellte die Frau als persönliche Sekretärin an und wurde von ihr überwacht. Abgesegnet war die Operation „Pauk“ vom damaligen KGB-Chef Juri Andropow höchstpersönlich und damit von höchster Stelle.
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1998: Bundespolizei enttarnt russischen Diplomat als Spion Die Bundespolizei enttarnte im Jahr 1998 einen bei der Uno in Genf akkreditierten russischen Diplomaten als Spion. Er soll sich zusammen mit einem slowakischen Diplomaten über Pläne der Slowakei im Rahmen der Nato-Osterweiterung informiert haben. Er wurde in der Folge aus der Schweiz ausgewiesen.
1998: Fund eines KGB-Funkgerätes in Belfaux Im Dezember 1998 stossen Bundespolizisten zusammen mit Freiburger Kantonspolizisten in einem Waldstück beim Freiburger Vorort Belfaux zwei vergrabene Metallkoffer. Spezialisten des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes der Stadtpolizei Zürich (WFD) entschärfen die mit einer Zündvorrichtung versehenen Schlösser und machen den sensationellen Fund zugänglich. Es handelt sich um einen technisch veralteten Funkempfänger und ein Sendegerät des KGB. Das Versteck hatte den Behörden ein russischer Überläufer verraten.
2012: Fall Tinner Im September 2012 verurteilt das Bundesstrafgericht Friedrich Tinner und seine beiden Söhne zu Freiheitsstrafen. Ihnen wurde vorgeworfen, ab 1998 im Netzwerk des Atomwaffen-Konstrukteurs Abdul Khan an der Urananreicherung mitgewirkt zu haben. Und auch hier hatte die CIA ihre Finger im Spiel: Sie soll die Tinners 2003 angeworben haben, worauf diese im Auftrag der CIA weiter im Netzwerk und sollen schliesslich an dessen Aufdeckung beteiligt gewesen sein.
2012: Datendieb im Nachrichtendienst Im September 2012 gab das Verteidigungsdepartement bekannt, dass ein Informatik-Spezialist des Nachrichtendienst des Bundes Daten geklaut habe. Auf mehreren Festplatten habe der Datendieb die Datenmenge im „Tera-Bereich“ nach und nach entwendet. Nach viermonatigen Ermittlungen wurde er verhaftet und das Datenmaterial sichergestellt.
2013: CIA-Whistleblower Edward Snowden Der ehemalige CIA-Agent Edward Snowden informiert die Welt über das US-Überwachungsprogramm «Prism». Gleichzeitig erklärt er, wie CIA-Agenten einen Schweizer Banker in Genf alkoholisiert zum Fahren ermuntert und ihm danach die Polizei auf den Hals gesetzt haben, um ihn in ihre Abhängigkeit zu bekommen. Das Vorgehen soll aufgegangen und der Banker zum Informanten geworden sein.

1974: Überwachung eines russischen Dissidenten Im Jahr 1974 kam der mittlerweile verstorbene russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn in die Schweiz. Kaum angekommen klopfte eine Geheimagentin an seine Tür und brachte ihm einen Strauss Rosen und Flieder. Solschenizyn tappte in die Falle und stellte die Frau als persönliche Sekretärin an und wurde von ihr überwacht. Abgesegnet war die Operation „Pauk“ vom damaligen KGB-Chef Juri Andropow höchstpersönlich und damit von höchster Stelle.

Keystone