Langenthal
Der Verein Gartenoper braucht Helfer

Diesen Sommer wird in Langenthal erstmals eine selbst erarbeitete Oper aufgeführt. Dafür gründete eine Gruppe um Gastronom und Alte-Mühle-Pächter Beat Wälchli den Verein Gartenoper Langenthal.

Tobias Granwehr
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Hier wird die Tribüne mit 380 Sitzen für die erste Gartenoper aufgebaut.tg

Hier wird die Tribüne mit 380 Sitzen für die erste Gartenoper aufgebaut.tg

Aufführungsort der neun Vorstellungen im Juni und Juli ist der Rosengarten der Alten Mühle. Der Verein sucht nun Helferinnen und Helfer, die das Event mittragen sollen. Gestern Abend fand für Interessierte eine Informationsveranstaltung statt.

Beat Wälchli, Präsident des 13-köpfigen Organisationskomitees (OK), sagte: «Diese Oper soll ein Produkt aus der Region werden.» Deshalb suche der Verein Helferinnen und Helfer aus Langenthal und der Umgebung. Zuständig für das Ressort Helfer ist Kurt Häni, Vizepräsident des OKs. Am Besten sei natürlich, wenn die meisten Helfer bei allen Vorstellungen mitwirken können. Inklusive Generalprobe seien es zehn Vorführungen. In folgenden Bereichen braucht es freiwillige Helfer: Abendkasse; Platzanweisung; hinter den Kulissen; Betreuung der Helferinnen und Helfer; Unterhalt und Sauberkeit; Instrumentenwart; Anzieherinnen; Verkehrsdienst und eine Gruppe Reserve.

Pro Abend braucht es laut OK etwa 25 bis 30 Helfer. Insgesamt rechnen die Organisatoren damit, dass sie ungefähr 40 Helferinnen und Helfer rekrutieren müssen. «Alle Helfer stehen zum Wohle der Besucherinnen und Besucher sowie zur Unterstützung der Künstler und Musiker im Einsatz», so Häni. Gagen erhalten die Helfer keine. «Wir können Ihnen ein Erlebnis mit toller Atmosphäre und Verpflegung bieten», sagte OK-Chef Wälchli. Und Häni ergänzte: «Dieser mehrtätige Anlass ist etwas Neues für Langenthal.»

Die Finanzierung ist geregelt

Der Verein führt die Oper «L’Elisir d’Amore» von Gaetano Donizetti auf. Regie übernimmt Reto Lang, bekannt als Leiter des Stadttheaters Langenthal. Die Vorstellungen finden zwischen dem 27. Juni (Premiere) und dem 14. Juli (Derniere) statt. Im Rosengarten wird eine ungedeckte Tribüne mit 380 Plätzen erstellt. Bei schlechtem Wetter weicht der Verein ins Stadttheater aus. Getragen wird der Anlass vom Verein und diversen Sponsoren. Die Organisatoren rechnen mit einem Budget von etwa einer halben Million Franken. «Der Anlass kostet viel, doch ich war von Beginn an zuversichtlich, dass wir in Langenthal genügend Sponsoren für die Oper finden», sagte Wälchli. Die Finanzierung bereite ihm mittlerweile keine Sorgen mehr.

«Wir hätten eine Oper einkaufen können», sagte er. «Das wollten wir jedoch nicht. Wir wollten selber etwas erarbeiten und die Oberaargauer einbinden.» Der Chor sei mit Personen aus dem Oberaargau zusammengestellt worden. Dafür wurden drei Castings durchgeführt. Einzig die Solisten sind Profis und wurden engagiert. Opernliebhaber Wälchli sagte, ein solches Angebot gebe es in der Stadt bisher nicht. «Diese Lücke wollen wir schliessen.» Sollte die Oper erfolgreich sein, plant der Verein alle zwei Jahre eine Fortsetzung des
Anlasses.

Der Verein Gartenoper Langenthal zählt etwa 220 Mitglieder. Diese hatten im vergangenen Jahr die Möglichkeit, Tickets vorzubeziehen. Ebenso die Sponsoren. Bisher seien 1500 Billette verkauft worden, sagte Wälchli. Die übrigen Tickets gelangen ab dem 1. Februar in den Vorverkauf. Dieser wird laut OK ausschliesslich durch den Stadtladen in der Marktgasse abgewickelt. Aufgrund des bisherigen Verkaufs sind die Organisatoren überzeugt, dass die Oper zum Erfolg wird. Jetzt braucht es nur noch, was für alle Freiluftanlässe gilt: Wetterglück.

Gartenoper Langenthal Wer Helfer werden möchte, kann sich an Kurt Häni wenden (079 292 16 38).
www.gartenoper-langenthal.ch