Riehen
Der Riehener Gemeinderat soll mit Andreas Tereh grüner werden

Mit Einwohnerrat Andreas Tereh wollen die Grünen am 26. Januar endlich den Einzug in den Riehener Gemeinderat schaffen. Die Partei will Strassen wohnlicher gestalten und Begegnungszonen einrichten.

Tobias Gfeller
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Einwohnerrat Andreas Tereh.

Einwohnerrat Andreas Tereh.

bz

«Als Mitglied einer kleinen Partei ist es für mich normal, Lösungen zu suchen, die gemeinsam mit anderen Parteien getragen werden.» So beschreibt sich Andreas Tereh als Politiker.

Die Grünen wollen in Riehen ihre Anliegen aber endlich politisch verankern und einen Sitz im siebenköpfigen Gemeinderat erobern. «Ausgerechnet Riehen, dass sich gerne das «grosse grüne Dorf» nennt, hinkt hier noch hinterher. Einige Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass es dringend nötig ist, dass eine grüne Kraft in den Riehener Gemeinderat kommt», begründet Tereh seine Kandidatur.

Riehen soll Grünflächen schützen

Bei mehreren politischen Themen sieht Andreas Tereh die Wichtigkeit eines grünen Gemeinderats gegeben. So könne man bei Strassensanierung mit wenig Zusatzaufwand Strassen wohnlicher gestalten. Auch die Umwandlung in Begegnungszonen möchte er erleichtern. Momentan braucht es in Riehen noch 80 Prozent an Zustimmung durch die Anwohner, dass ihre Strasse eine Begegnungszone wird.

Dies will Tereh ändern. Zudem möchte er Gegensteuer zum «übervertretenen Baugewerbe» in Riehens Politik geben. Riehen soll sein Reichtum in Form von Grünflächen und Gärten schützen. «Wie im vom Gemeinderat vorgeschlagenen Zonenplan wurden in Riehen zuletzt zu viele Grünflächen in Bauzonen umgewandelt», kritisiert Tereh.

Doch der Gründer und Co-Geschäftsführer des Clara-Brocki als Arbeitsintegrationsprojekt für Langzeitarbeitslose weiss um die Bedürfnisse des örtlichen Gewerbes. «Wir haben uns kompromissbereit gezeigt. Kommt die Dorfkernplanung durch, sind wir auch bereit, dem Gewerbe ein Parkhaus zu geben.»

«Grün ist die christliche Politik»

Die Grünen rechnen sich auch aufgrund der vielen Rücktritte gute Chancen aus, endlich in den Gemeinderat einziehen zu können. «Doch schlussendlich», sagt Marianne Hazenkamp, Präsidentin der Grünen Riehen, «sind es auch Personenwahlen». Und mit Andreas Tereh seien die Grünen sehr gut aufgestellt.

Auch der Kandidat gibt sich optimistisch. «Riehen ist konservativ. Die grüne Politik ist eine bewahrende Politik.» Dies habe ihm kürzlich auch ein Mönch bestätigt. «Er sagte mir, grün ist die christliche Politik. Die Bewahrung der Schöpfung.»

Noch ist nicht entschieden, ob es eine gemeinsame Gemeinderatsliste mit der SP und/oder der EVP gibt. «Es laufen noch Gespräche», gibt Hazenkamp keine konkreten Meldungen heraus. Und wen die Grünen im Präsidiumswahlkampf unterstützen, hängt von einer eventuellen Kandidatur der SP ab. Für Christine Kaufmann‘s (EVP) Kandidatur hegt Hazenkamp jedenfalls viel Sympathie.