Ringstrasse
Der Lindenhof feiert sein 30-Jahr-Jubiläum

Das Pflegeheim Lindenhof in Langenthal eröffnete vor 30 Jahren das Hauptgebäude des Pflegeheims. Als private Institution behauptet sich das Heimerfolgreich am Markt.

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Eine undatierte Aufnahme der Villa Lindenhof an der Ringstrasse. zvg

Eine undatierte Aufnahme der Villa Lindenhof an der Ringstrasse. zvg

Solothurner Zeitung

«Die Geschichte des Lindenhofs reicht zurück ins Jahr 1926, als Samuel und Marie Lehmann-Seiler ihre wunderschöne Villa dem Verein für das Alter schenkten.» So steht es auf der Webseite des Pflegeheims Lindenhof. Heute Samstag feiert die Institution sein 30-Jahr-Jubiläum. 1981 wurde nämlich das Hauptgebäude, das heutige Pflegeheim, eröffnet. Die Villa, die der Verein für das Alter vor über 80 Jahren geschenkt erhielt, sei mittlerweile eine Demenzabteilung, erklärt Heimleiterin Bernadette Eichmüller.

Früher sei der Lindenhof an der Ringstrasse eher eine Altersresidenz gewesen. «Die Leute, die hierherkamen, waren jünger und weniger pflegebedürftig.» Heute sei eher die Frage, wer wie stark pflegebedürftig und wer dement sei, sagt Eichmüller. Sie leitet das Pflegeheim seit acht Jahren. Vor allem die Krankheit Demenz ist mittlerweile viel häufiger als noch vor Jahren. Demenz sei ein schleichender Prozess, sagt sie. Erst wenn es akut werde, komme eine Person in den geschützten Bereich. «Dieser ist enorm wertvoll, weil er den Bewohnern viel Lebensqualität ermöglicht.»

Während vieler Jahre wurde das Pflegeheim Lindenhof von der regionalen Sektion der Pro Senectute getragen. 2009 löste sich das Heim von dieser Trägerschaft und gründete eine Stiftung. In Langenthal gab es also immer zwei Angebote, das städtische Alterszentrum Haslibrunnen und der private Lindenhof. Im Gegensatz zu den staatlichen Institutionen musste der Lindenhof seinen Betrieb immer aus eigener Kraft finanzieren. Seit dem 1. Januar dieses Jahres spiele dieser Nachteil jedoch keine Rolle mehr, sagt Eichmüller. Denn: Seither müssen sich alle Pflegeheime, auch die staatlichen, vollständig selbst finanzieren. «Jetzt müssen die Leute umdenken: Es gibt in Langenthal im Bereich der Alterspflege zwei Angebote, die miteinander vergleichbar sind.» Sie sei froh darum. Jetzt werde endlich mit gleichen Ellen gemessen.

Was wird aus dem Therapiebad?

In den vergangenen Jahren wurde im Lindenhof, das 107 Mitarbeitende beschäftigt, einiges erneuert. So wurden die Küche und die Korridore renoviert. In den kommenden Jahren sollen gemäss der Heimleiterin die Zimmer laufend modernisiert werden. Zurzeit überlegt sich die Heimleitung zudem, was sie mit den Räumlichkeiten des früheren Therapiebades anfangen soll. Das Bad wurde vor zweieinhalb Jahren aufgrund zu hoher Betriebskosten und Sanierungsbedarf geschlossen.

Heute feiert das Heim also den runden Geburtstag. Um 10.30 Uhr gibt es einen Jubiläumsauftakt mit einer Ansprache von Stiftungsratspräsident Beat Ruckstuhl. Den ganzen Tag über steht ein Flohmarkt und natürlich darf das Kulinarische nicht zu kurz kommen. Eichmüller sagt selbstbewusst: «Wir wollen den Besuchern zeigen, was wir können.» Damit will der Lindenhof gleichzeitig Eigenwerbung betreiben und potenzielle Kunden anlocken. Mit dem Fest wolle das Heim Jung und Alt verbinden; am Morgen spielt die Jugendmusik Aarwangen, am Nachmittag die Longvalley Jazzband. (tg)

Jubiläumsfest Pflegeheim Lindenhof, Ringstrasse 25, Langenthal. Ab 9 Uhr.

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