Schoren
Der lange Weg vom Ochsen zum Tempel in Schoren

Die Umbauten von Roberto Arnoldi im ehemaligen «Ochsen» stocken. Die Einigungsverhandlung mit den Einsprechern führte noch zu keinem Resultat. Trotzden hat Arnoldi Verständnis für die Situation der Nachbarschaft

Urs Byland
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Der ehemalige Ochsen an der Dorfgasse in Schoren. uby

Der ehemalige Ochsen an der Dorfgasse in Schoren. uby

UBY

Roberto Arnoldi, Leiter des Gaura Bhaktiyoga Centers, hat das Ziel mit seinen Umbauplänen für den ehemaligen Ochsen in Schoren noch nicht ganz erreicht. Am Freitagmorgen kam es zu einer Einigungsverhandlung beim Regierungsstatthalter. Eingeladen waren alle Beteiligten. Dazu gehört neben Roberto Arnoldi und den Einsprechern auch die städtische Bauverwaltung sowie weitere Fachexperten. Strittige Punkte gibt es einige.

Beispielsweise in welcher Höhe die Abluft des geplanten Cateringbetriebes das Gebäude verlassen soll, damit die Nachbarn nicht durch Gerüche belästigt werden. Ein anderes Beispiel sind die Lärmemissionen. Nachbarn hätten beanstandet, dass die Gesänge im Tempel des Gebäudes, im früheren Ochsensaal, zu laut seien. Die Lärmpolizei hat Messungen durchgeführt. «Wenn das Fenster offen ist, ist es zu laut. Sind aber die Fenster bei unseren Zeremonien geschlossen, dann sind die Emissionen kein Problem», berichtet Roberto Arnoldi.

Für einen definitiven Entscheid hat es aber am Freitag nicht gereicht. «Die Verhandlung verlief konstruktiv, aber einige Details müssen noch geklärt werden», lautet das Fazit von Arnoldi. «Ich denke, wir kommen zu einer guten Lösung.» Sobald die Abklärungen gemacht worden sind, werde der Regierungsstatthalter entscheiden. «Das Interesse ist gross, dass nun ein Entscheid kommt.» Er habe Verständnis für die persönlichen Anliegen der Nachbarschaft und er werde auch Anpassungen vornehmen müssen, bleibe aber im Grundsatz zuversichtlich.

Umnutzung des Restaurants

In Schoren, an der Dorfgasse 43, lebt im Gebäude des ehemaligen Restaurants Ochsen die Familie Arnoldi. Die Eltern sind Angehörige der hinduistischen Hare-Krishna-Bewegung und haben mit dem Haus, in dem sie seit 2008 leben, einiges vor. Neben dem bestehenden Kindergarten will der ausgebildete Primarlehrer Roberto Arnoldi eine Schule einrichten.

In einem Baugesuch haben die Arnoldis im letzten November zudem diverse Umnutzungen, Um- und Ausbauten publiziert. So die Umnutzung des ehemaligen Restaurants in eine 3-Zimmer-Wohnung, der Einbau einer Gewerbeküche und eines Dorfladens mit Take-away, das Betreiben eines Caterings oder das Einrichten eines Krishna-Tempels für das von Roberto Arnoldi geleitete Gaura Bhaktiyoga Center.

Einiges bestehe bereits, etwa der Krishna-Tempel, der seit 2008 in Betrieb ist. Einiges soll später realisiert werden. Nach Ablauf der Frist waren vier Einsprachen zum Baugesuch eingetroffen.