Langenthal
Der Gemeinderat will kein «Mahnmal»

Der Langenthaler Gemeinderat schiebt dem Aktionskomitee «Stopp Minarett» einen Riegel. Das Gesuch nach einem Standort für ein «Mahnmal», das an die Minarett-Abstimmung vor einem Jahr erinnern sollte, wird abgelehnt.

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«Mahnmal»

«Mahnmal»

Solothurner Zeitung

Langenthal bekommt damit definitiv kein «Mahnmal» im Kampf gegen den Islam. Das Aktionskomitee «Stopp Minarett» reichte beim Gemeinderat mit Schreiben vom 9. November das Gesuch ein, auf dem neu zu erstellenden Kreisel an der Ringstrasse/Thunstettenstrasse oder auf einem anderen der Stadt Langenthal gehörenden zentralen Platz ein «Minarett-Mahnmal» erstellen zu können. Der Gemeinderat befasste sich mit diesem Gesuch an seiner gestrigen Sitzung. Die Beratungen führten zur klaren Ablehnung des Gesuchs, schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung.

Der Gemeinderat ist nicht bereit, für eine Anlage der besagten Art städtisches Grundeigentum, weder den neu zu erstellenden Kreisel an der Ringstrasse/Thunstettenstrasse, noch ein anderes der Stadt Langenthal gehörendes Grundstück, zur Verfügung zu stellen. Stadtpräsident Thomas Rufener gab zu diesem Entscheid keine nähere Begründung ab. «Der Gemeinderat ist befugt zu diesem Entscheid. Dieser muss nicht näher begründet werden.»

Man werde des Entscheid des Gemeinderates nicht einfach so akzeptieren, erklären die Initianten des Mahnmals. (uby/rsn)