Swiss League
Der dreifache Muller reicht nicht – Der EHC Olten verliert gegen den Leader Rapperswil-Jona mit 3:4

Der EHC Olten unterliegt dem Tabellenführer Rapperswil-Jona. Die Oltner haben die 2:0-Führung aus der Hand gegeben und wurden in den letzten zwei Dritteln bestraft – trotz hartem Kampf.

Marcel Kuchta
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Leandro Profico (Rapperswil) gegen Cedric Schneuwly (am Boden, Olten)
14 Bilder
EHC Olten - Rapperswil-Jona
Huber und Ihnacak gegen Nyffeler
Jubel bei den Spielern von Rapperswil-Jona
Enttäuschung bei den Spielern des EHCO
Rajan Sataric (Rapperswil) gegen Silvan Wyss (Olten)
Josh Primeau gegen Joachim Vodoz
Choreographie der Fans des EHC Olten
Fabian Meier gegen Lukas Haas
Brian Ihnacak
Stefan Maeder gegen Rappi-Torhüter Nyffeler
Cyrill Aeschlimann
Muller gegen Nyffeler
Jubel beim EHCO

Leandro Profico (Rapperswil) gegen Cedric Schneuwly (am Boden, Olten)

Marc Schumacher/ freshfocus

Am Ende stand man wieder mit leeren Händen da. Auf der Anzeigetafel war zu lesen: Olten 3, Rapperswil-Jona 4. Von den einmal mehr sehr gut besetzten Zuschauertribünen – knapp 5000 Leute waren ins Kleinholz gekommen – gab es warmen Applaus für die mit hängenden Köpfen vom Eis trottenden EHCO-Spieler. Sie hatten in den 60 Minuten zuvor viel Aufwand betrieben und gekämpft, schliesslich aber doch nichts Zählbares vorzuweisen. Nach dem Motto: Man gab sich und hatte Mühe.

Nach der achten Niederlage in den letzten zwölf Spielen müssen sich die Powermäuse in der Tabelle nach hinten orientieren. Die Konkurrenz lauert in Reichweite. Sieben Runden vor dem Ende der Qualifikation ist der siebtklassierte EHC Visp neun Punkte (oder 3 Siege nach 60 Minuten) entfernt.

Das heisst, dass die Oltner so schnell wie möglich wieder damit beginnen sollten, regelmässig zu punkten. Dass es gegen die Rapperswil-Jona Lakers nicht gelang, lag hauptsächlich daran, dass die Mannschaft von Headcoach Bengt-Ake Gustafsson nicht in der Lage war, das Niveau der sehr guten Startphase über 60 Minuten durchzuziehen. Die alte Krankheit des EHC Olten meldete sich einmal mehr zuverlässig.

Guten Start nicht ausgenützt

Dabei hatte man sich nach den zwei Treffern von Devin Muller im Powerplay (10./13.) eine wunderbare Ausgangslage geschaffen. Doch statt auf dieser idealen Basis aufzubauen, verloren die Oltner zunehmend den Faden und somit auch den Zugriff auf das Spiel. Was sich gegen ein Spitzenteam wie Rapperswil früher oder später negativ auswirkt.

Mason, Gurtner, Brem und Hügli sorgten mit ihren Treffern bis zur 52. Minute für die Wende. Schon vorher hatte der EHCO bei Pfosten- und Lattentreffern sowie einigen hochkarätigen Chancen der Gäste Glück gehabt.

Kurz: Die Oltner hatten schlicht nicht die Qualität, um die Niederlage abzuwenden. Daran änderte auch der späte Anschlusstreffer von Devin Muller nichts, der damit den Hattrick komplettierte. Für ihn war das Ergebnis natürlich besonders bitter.

Oltens Verteidiger Tim Bucher hatte eine realistische Sichtweise auf den Lauf der Dinge: «Wie schon gegen Langenthal vor einer Woche hatte ich auch diesmal nicht das Gefühl, dass wir genügend lange die Oberhand haben im Spiel, damit wir es auch gewinnen können. Am Ende war das Resultat zwar knapp.

Aber man muss auch sehen, dass die Rapperswiler das Spiel schon viel früher hätten entscheiden können.» Bucher kritisierte auch den Umstand, dass es der Mannschaft erneut nicht gelang, das Niveau über 60 Minuten zu halten. «Man merkt, dass wir zuletzt mehrere Spiele verloren haben. Das wirkt sich auf unser Selbstvertrauen aus. Darum wäre es wichtig, dass wir vor den Playoffs noch ein paar Erfolgserlebnisse hätten.»

Duelle gegen die Verfolger

Am Dienstag steht für die Oltner bereits das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann kommt der HC La Chaux-de-Fonds ins Kleinholz. Am Freitag muss der EHCO in den Jura zum HC Ajoie. Punktgewinne gegen die Tabellennachbarn wären Gold wert. Sonst droht schlimmstenfalls der Verlust des Heimrechts in den Viertelfinals. Das gilt es unbedingt zu verhindern.

Olten - Rapperswil-Jona Lakers 3:4 (2:1, 0:2, 1:1)

4982 Zuschauer. – SR Kämpfer/Oggier, Ambrosetti/Bürgi. – Tore: 10. Muller (Barbero, McClement/Ausschluss Mason) 1:0. 13. Muller (Ihnacak/Ausschluss Hüsler) 2:0. 18. Mason (Hügli, Mosimann) 2:1. 34. Gurtner (Brem, Lindemann) 2:2. 40. (39:38) Brem (Geyer, Profico) 2:3. 52. Hügli (Geyer) 2:4. 56. Muller (Ihnacak, Lüthi) 3:4. – Strafen: 9-mal 2 Minuten gegen Olten, 7-mal 2 plus 10 Minuten (Morin) plus Spieldauer (Morin) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

Sehen Sie hier den Liveticker des Spiels: