Heimenhausen
Das Publikum hat die «sechs Kummerbuben» richtig gern

In Heimenhausen dreht sich diesen Sommer alles um das Freilichttheater «6 Kummerbuben». Die beteiligten Schauspieler sind bei Halbzeit immer noch total begeistert von ihrer Aufgabe.

Armin Leuenberger
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«Halbzeit» bei der Familie Kummer. Noch immer sind alle mit grosser Freude dabei. Hansjörg Sahli

«Halbzeit» bei der Familie Kummer. Noch immer sind alle mit grosser Freude dabei. Hansjörg Sahli

Solothurner Zeitung

Ein Dutzend von insgesamt 22 Aufführungen der «6 Kummerbuben» in der «Alten Sagi» von Heimenhausen gehören bereits der Vergangenheit an. Die Begeisterung und Spielfreude der 28 Laienschauspieler ist immer noch grossartig und ungebrochen wie am ersten Tag. Insbesondere die zwölf Kinder, ein Grossteil zum ersten Mal auf der Theaterbühne, vermögen das Publikum immer wieder total zu begeistern.

Leider ist schon Halbzeit

«Hänsu», Ronny Anderegg, der Zweitälteste der sechs Kummerbuben ist ein freundlicher aufgestellter 14 jähriger Schüler aus Madiswil. Als Statist hatte er bereits eine Rolle im «Der Linksmäher». Er sagt: «Schade ist schon Halbzeit, die anfängliche Spannung und Nervosität hat sich gelöst, nun ist alles schon bald vorbei. Eigentlich sollten wir mit diesem Stück auf Tournee gehen können».

Für die 6. Klässlerin Lara Schmutzer, «Klärli», ist es die Theaterpremiere und gleichzeitig ein Heimspiel. «Es ist eines meiner schönsten Erlebnisse. Anfänglich war es schwierig, vor so vielen Leuten zu stehen. Ich versuchte immer, nicht daran zu denken, das ging ganz gut». Weil jetzt Schulferien sind, schätzt sie es, nach den Vorstellungen noch eine Weile mit den Besuchern in der «Gnepfi», dem Theaterrestaurant, zu plaudern.

«Ihre Spielfreude kennt kaum Grenzen»

Auch für den Heimenhauser Lorin Schmutz sind die «Kummerbuben» ein grossartiges Erlebnis. Dem bald zehnjährigen Jungschwinger bedeutet das Theaterspielen sehr viel und macht ihm riesig Spass. Auf die Frage, ob es ihm während der Schulferien nicht manchmal zuwider sei in der Sagi anzutreten, sagt er: «Nein, überhaupt nicht. Jetzt können wir alles auswendig und brauchen nicht mehr zu proben». Gestandene Schauspieler wie Erika Marti, «Bäbi», und Walter Fankhauser, «Bänzli», Bäbis Angetrauter, äussern sich begeistert über den gemeinsamen Bühnenauftritt mit den Kids. «Sie sind alle so lieb und ihre Spielfreude kennt kaum Grenzen».

Das Freilichttheater wird in Heimenhausen aufgedührt
21 Bilder
Mutter Kummer (links) mit ihren Buben bei Scheideggers.
Markus Lingg als Vater Gottfried.
Diese sorgen für einigen Trubel
Das Theater wurde musikalisch untermalt
Bilderstrecke zum Freilichttheater «Die sechs Kummerbuben» in Heimenhausen
Regisseurin Madlen Mathys.
Dem Publikum hats gefallen.

Das Freilichttheater wird in Heimenhausen aufgedührt

Hansjörg Sahli

Auffallend ist beim Lüthi Hannes (Beda Affolter) die Ähnlichkeit mit dem Schauspieler aus dem Film von Franz Schnyder. Der Autohändler steht mit seiner Rolle zwar nicht gerade im Mittelpunkt beim Publikum. «Ich kann aber sehr gut mit Rollen als Bösewicht leben», sagt er. Auch der Mann mit 30 Jahren Theatererfahrung ist beeindruckt vom hohen Niveau, das seine jungen Mitspielerinnen und Mitspieler von der ersten Aufführung an an den Tag legten. «Sie waren von der ersten Vorstellung an richtig bereit, und dieses Verdienst gehört eindeutig Regisseurin Madlen Mathys.»

Auch OK-Präsident Dieter Widmer zieht eine durchaus positive und erfreuliche Halbzeitbilanz. «Es ist eine wahre Freude, mit welcher Begeisterung das Theaterpublikum das Stück voller Emotionen von Traurigkeit bis hin zu grosser Freude geniesst».

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