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Das Öko-Konto entlasten

Seit dem 7. Mai hat die Schweiz das Budget der Natur aufgebraucht. Heisst: Bis dahin wurden mehr Ressourcen konsumiert, als die Erde in einem Jahr produzieren kann. Die Folge: Bis Jahresende leben Herr und Frau Schweizer ökologisch auf Kredit. Die hier vorgestellten Produkte können mithelfen, das Öko-Konto etwas weniger zu überziehen.

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Smarter Heiz-Butler

Beim Lüften die Heizung herunterfahren. Wenn niemand zu Hause ist, die Raumtemperatur senken. An Sonnentagen weniger heizen. Was sich nach viel Arbeit anhört, gelingt mit tado ganz ohne unser Zutun. Dabei ersetzen die smarten Thermostate die existierenden Thermostate, verbinden sich mit dem Internet, steuern so die Heizungsanlage, die Fussbodenheizung oder die Heizkörper und sorgen stets für die perfekte Raumtemperatur. Die Mobile App steuert die Heizung automatisch, indem sie beispielsweise dem Smarten Thermostat mitteilt, wie weit man von zu Hause entfernt ist. Zudem zeigt sie dem Nutzer die Temperatur von zu Hause an, lässt alle Einstellungen von unterwegs ändern, informiert, wie viel wann geheizt wurde und wie viel Heizenergie mit tado° eingespart werden konnte.

Das smarte Thermostat-Starter-Kit für Einfamilienhäuser mit eigener Heizungsanlage oder Fussbodenheizung in Ein- und Mehrfamilienhäusern kann für 299 Franken bei www.tado.com bestellt werden.

Aargauer Zeitung

Das Lieblingsstück

«Mode ist kein kurzlebiges Wegwerfprodukt», so Tanja Jacobsohn zur Idee hinter ihrem Start-up-Label Luna Blu. «Vielmehr sollen uns wieder Lieblingsstücke begleiten, und das nicht nur für einen kurzen Moment.» Die Designerin entwirft und näht vor allem langlebige Kindermode. Ein Widerspruch in sich? Nicht, wenn es sich dabei um durchdachte, qualitativ hochwertige Kleidungsstücke und Accessoires handelt – Hosen und Röcke, die mitwachsen, Strampler, die von Kind zu Kind weitergegeben werden können oder Krabbeldecken, die mit der Zeit Spieldecken sind. Kein Modell gibt es zweimal und bei jedem Unikat ist die Dauer der Herstellung – vom Zuschnitt bis zum fertigen Modell – mit aufgeführt. Dies soll bei den Kundinnen und Kunden das Bewusstsein für Slow Fashion stärken: Kleider kaufen, die unter fairen Produktionsbedingungen entstehen. Und statt ständig neue und oft billige Kleider kaufen lieber auf Qualität setzen. Das Halstuch kann für Franken 16.50, die Mitwachshose für Franken 55.00 und das Langarm-Shirt für Franken 45.00 online bei www.luna-blu.ch bestellt werden.

Aargauer Zeitung

Freeski-Pionier

«Freeskiing ist ein Outdoor-Sport, bei dem der Athlet nur zu Gast in der Natur ist. Die logische Konsequenz davon: Skis mit einem kleinen ökologischen Fussabdruck zu fahren», sagt der passionierte Freeskier Hanno Schwab zu seinem Beweggrund, die Marke Earlybirds Ski zu gründen. Der Markenname entstand aus der Idee, ein Pionier im Bereich des nachhaltigen Skibaus zu sein, ebenso wie der erste, der am Gipfel steht und die schönste Line fährt. Hierfür stehen den umweltbewussten Freeskiern drei unterschiedliche Skimodelle zur Verfügung. Jedes Modell hat seinen ganz eigenen Charakter und sein bevorzugtes Einsatzgebiet, aber alle teilen sich die nachhaltige Eco-Performance-Konstruktion: FSC-zertifiziertes Holz, natürliche Flachsfasern kombiniert mit Carbon Stringern für ein harmonisches Flexverhalten, biobasierter Epoxydharz, Holz-Sidewalls und Topsheets sowie ein geöltes Finish mit eingebrannten Logos. Der Nutcracker ist für den ambitionierten Skitourengänger gedacht, der gern auch mal einen langen, herausfordernden Aufstieg in Angriff nehmen möchte, ohne auf den Abfahrtsspass eines Freeride-Skis zu verzichten. Ab Oktober für 1395 Franken bei Bächli Bergsport und ab November bei www.earlybird.com erhältlich.

Aargauer Zeitung

Resten-Festessen

Es sind immer wieder dieselben Lebensmittel, die in der Mülltonne landen: Brot, Kartoffeln, Milch, frisches Obst und Salate. Ein beachtlicher Teil dieser Verschwendung kann vermieden werden, indem bewusster eingekauft wird, aber auch, indem Reste zu schmackhaften Leckereien zubereitet werden. Hugh Fearnley-Whittingstall präsentiert in diesem Buch neue Ideen und kreative Rezepte, wie Suppen, Salate, Sandwiches, Pasteten, Schichtdesserts, Crumbles oder süsse Tartes auf der Basis von Resten zubereitet werden können. Auch informiert der Restegourmet über Verbrauchs- und Mindesthaltbarkeitsdatum, wie Sie Ihren Kühlschrank optimal nutzen und weitere nützliche Tipps: Wissen Sie beispielsweise, wie ganz einfach überprüft werden kann, ob die Eier noch frisch sind? Das Buch «Restlos gut» gibt es beim AT Verlag unter ww.at-verlag.ch für Fr. 32.90 zu kaufen.

Kleine Umweltschützer

Schon bald steht Weihnachten vor der Tür und damit die Frage, mit welchem Geschenk die Kleinen in diesem Jahr beglückt werden sollen? Wie wäre es mit einer Panda-Club-Mitgliedschaft beim WWF? Fünfmal jährlich erhalten die Kinder das Panda-Club-Magazin mit spannenden Reportagen über Tiere und ihre Lebensräume, mit Tierpostern, Rätseln und diversen Mitmach-Möglichkeiten zugestellt. Panda-Club-Mitglieder können zudem eine unvergessliche WWF-Lagerwoche geniessen und als Indianer, Naturforscherinnen oder Piraten lehrreiche Abenteuer in der Natur erleben. Und: Die Internetseite des Panda Clubs (www.pandaclub.ch) bietet den jungen Umweltschützern allerlei nützliche und spannende Informationen wie ein Tierlexikon, Bastel- und Rezeptideen, Wettbewerbe und Tipps für den Umweltschutz. Eine Mitgliedschaft im Panda-Club für Kinder im Primarschulalter von 7 bis 12 Jahren kann für 45 Franken unter www.wwf.ch/panda-club abgeschlossen werden. Mit der Mitgliedschaft werden die wichtigen Umweltschutzprojekte des WWF unterstützt.

Aargauer Zeitung

Die Lebensmittel- Retterin

Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit für wenig Geld ein leckeres Abendessen einkaufen und so mithelfen, wertvolle Ressourcen zu schonen – zu schön, um wahr zu sein? Nein. Die App «Too Good To Go» vernetzt gastronomische Betriebe mit Kunden und vermittelt überproduzierte Lebensmittel zum reduzierten Preis. Eine klare Win-win-Situation: Restaurants und Läden müssen ihr gutes Essen nicht sinnlos entsorgen, die Kunden bekommen eine leckere Mahlzeit ab Fr. 4.90 und tragen ihren Teil gegen Lebensmittelverschwendung bei. Die Mission von «Too Good To Go»: Eine Gemeinschaft aufzubauen, in der jeder die Möglichkeit hat, sich gegen Food Waste einzusetzen. Die Vision: Eine Welt, in der produziertes Essen auch konsumiert wird. Denn nach wie vor landen auch in der Schweiz mehr als ein Drittel aller produzierten Lebensmittel im Abfall. Die «Too Good To Go»-App für Android oder iOS Smartphone gibt es gratis als Download. Mehr Informationen unter www.toogoodtogo.ch.

Aargauer Zeitung

Aargauer Zeitung

Für die halbe Ewigkeit

Bei Fairphone ist der Name Programm. Über die ganze Wertschöpfungskette gesehen sind soziale Arbeitsbedingungen und ein positiver Einfluss auf die Umwelt zentrale Werte. Dies beginnt bereits bei der Beschaffung der Rohstoffe: Fairphone schaut genau hin, woher die Materialien fürs Smartphone kommen. Viele Mineralien und Metalle werden im Bergbau in Drittweltländern abgebaut, wo Umweltverschmutzung, gefährliche Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit vorherrschen. Zwar werden die Fairphones dann auch in China produziert, jedoch unter fairen Bedingungen, ohne die Arbeiterinnen und Arbeiter auszubeuten. Und am Ende der Wertschöpfungskette lautete die Devise: Reparieren statt Wegwerfen. Erreicht wird dies über einen modularen Bau, der den Austausch einzelner Module – von der Batterie bis hin zum Audio Jack – erlaubt. Ersatzteile können bestellt und per Reparatur-Tutorials selbst eingebaut werden. Das Fairphone 2 ist bei www.faircustomer.ch für 649 Franken erhältlich.

Preisgekröntes Upcycling-Handwerk

Die kalte Jahreszeit naht. Zeit, es sich zu Hause gemütlich zu machen und für eine wohlige Atmosphäre zu sorgen. Wunderbar gelingen tut dies mit den preisgekrönten Upcycling-Teppichen von Teppich-art-Team. Mutig kombinieren Textildesigner Hugo Zumbühl und Webmeister Peter Birsfelder gebrauchte Materialien wie Stoffreste, Baumwoll-, Kaffee- oder Jutesäcke, Fahrradschläuche sowie Militärdecken und schaffen so einzigartige Bodenschmuckstücke. Inspirieren lassen sie sich dabei von Müllsammlern und Recyclinghandwerkern aus aller Welt. Die neuste Teppich-Kollektion heisst Mulet – ein Name, der sich an den romanischen Begriff für Scherenschleifer oder Lumpensammler anlehnt – und ist eine Neuinterpretation der allgemein bekannten Flickenteppiche. Jeder Teppich ist ein Unikat und ohne Bordüre von Hand verarbeitet. Der Teppich «Catrame» wird aus Fahrradschläuchen und Stoffresten gefertigt, kostet 990 Franken der Quadratmeter und kann bei OKRO Design & Handwerk, Tittwiesenstrasse 21 in Chur bezogen werden. Mehr Informationen unter www.okro.com und www.teppich-art-team.ch.

Bild: Hansruedi Rohrer