Städteranking
Das Limmattal ist so attraktiv wie noch nie

Dietikon ist neu eine der 20 attraktivsten Städte der Schweiz. Schlieren punktet im Familienranking. Auch Urdorf und Spreitenbach rücken weiter nach vorne.

David Egger
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Dietikon, Schlieren und Urdorf schliessen im Städte-Ranking sehr gut ab. Alle drei holen sich in einzelnen Kategorien Top-Ten-Plätze.

Dietikon, Schlieren und Urdorf schliessen im Städte-Ranking sehr gut ab. Alle drei holen sich in einzelnen Kategorien Top-Ten-Plätze.

Sandra Ardizzone

Das Limmattal darf gleich drei Rekorde auf einmal feiern: Dietikon und Urdorf stellen neue Rekorde auf und Schlieren egalisiert seinen Rekord aus dem Jahr 2014. Im Städteranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» schafft es Dietikon neu auf den 20. Platz (Vorjahr: 22. Platz), indem es unter anderem Dübendorf und Baar überholt. Schlieren rückt vom 25. wieder auf den 24. Platz vor und lässt neu Wetzikon und Opfikon hinter sich.

Die Platzierung von Dietikon ist das Produkt einer konstanten Verbesserung. Während Spreitenbach immer wieder hinter die Top 100 fällt und sich dann hervorkämpft (dieses Jahr vom 102. auf den 87. Platz), ist Dietikon seit 2009 nie zurückgefallen. Gesamthaft ist Dietikon in den letzten sieben Jahren vom 80. auf den 20. Platz durchmarschiert. Das freut den Stadtpräsidenten Otto Müller, der die Bedeutung solcher Rankings «nicht überschätzt», wie er sagt. «Die Rankings fokussieren sehr stark auf den Liegenschaftsmarkt. Aber der Sprung vom 80. auf den 20. Platz ist ein Hinweis auf eine positive Stadtentwicklung und darum grundsätzlich erfreulich», so der Stadtpräsident.

Im Limmattal macht Urdorf dieses Jahr am meisten Plätze gut. Urdorf – obwohl keine Stadt – wird zum zweiten Mal bewertet, weil es eine stadtähnliche Dichte hat. Das Dorf katapultiert sich im Städteranking vom 73. auf den 62. Platz.

Der Fortschritt von Dietikon und Schlieren macht gleich doppelt Freude, weil das Städteranking 2016 noch aussagekräftiger ist. «Dank der Digitalisierung können wir jedes Jahr mehr Daten einbeziehen. Zudem sind die Daten verlässlicher», sagt Isabel Häberling vom Beratungsunternehmen Wüest und Partner, welches das Ranking für die «Bilanz» erstellt. Die Wahrheit sei freilich immer subjektiv, ergänzt Häberling. So schön zum Beispiel die Dietiker Limmatauen sein mögen: Gemäss Ranking ist der Punkt «Erholung» einer der Schwachpunkte von Dietikon. Dort landet der Bezirkshauptort nur auf dem 115. Platz. Noch schlechter schneidet Dietikon nur in der kryptischen Kategorie «Besonderheiten von Stadt und Verwaltung» ab – dort resultiert der 124. Platz.

Schlieren hat sich nicht nur insgesamt verbessert, sondern erhält zudem eine besondere Auszeichnung im Spezialranking für Familien, bei der die Themen Einkaufsmöglichkeiten, Mobilität, Erholung und Bildung stärker gewichtet werden. «Das ist eine Anerkennung unserer Bemühungen. Mit dem ‹Projet urbain› haben wir verschiedene familienorientierte Projekte in Angriff genommen, zum Beispiel die Spielplätze», sagt Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin. «Ich werfe hin und wieder einen Blick auf solche Ranglisten. Man ist schliesslich schon stolz darauf, wenn man Plätze gewinnt», so Brühlmann. Überbewerten will aber auch er das Ranking nicht. In Sachen Bildung stellt es Schlieren ein schlechtes Zeugnis aus: Dort resultiert der 146. von 162. Plätzen. Besonders stark ist Schlieren dafür in der Kategorie «Soziales». Dort landet die Stadt auf dem 2. Rang.

Dietikon ist am stärksten im Punkt «Mobilität und Verkehr» (6. Platz). Urdorf ist in der Kategorie «Einkaufsmöglichkeiten» besonders schwach (154. Platz), holt sich dafür im Punkt «Gesundheit und Sicherheit» den 6. Platz. Ein Faktor, der in die Bewertung der Städte einfliesst, sind Verkehrsprojekte. Dank der Limmattalbahn könnten die Limmattaler Gemeinden daher in den nächsten Jahren weitere Plätze gut machen. Gute Aussichten also.

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