Wohlen
Cowboys stehlen den Springreitern die Show

Die 45. Springkonkurrenz wartet mit einer speziellen Westernshow auf. So werden nebst rund 600 Pferden auch 10 Rinder bewegt. Diese stehen jetzt auf der Weide des Wohler Bauern Markus Schädeli.

Jörg Baumann
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Markus Schädeli

Markus Schädeli

Jörg Baumann

Der Wohler Landwirt Markus Schädeli vom Harzrütihof lässt sich auf ein Experiment ein: Zehn Rinder, die friedlich auf Schädelis Weide grasen, sind die Stars an der 45. Springkonkurrenz des Kavallerievereins Bünztal vom 22. bis 24. Juli in Wohlen. In einer grossen Westernshow versuchen Cowboys, die Rinder ihrer Wahl auf dem Springplatz bei der Getreidesammelstelle aus der Herde auszusortieren.

OK-Chef mit Planwagen dabei

«Die Westernshow ist auch für mich eine Premiere», sagt Schädeli. Deshalb ist der Landwirt gespannt, wie sich die Rinder anstellen werden, wenn auf dem Platz die Planwagen und die Cowboys mit dem singenden Cowboy Tom Haas erscheinen und das Rindertreiben veranstalten werden. «Wir haben die Show nicht geübt.» Diese werde tierschutzgerecht über die Bühne gezogen, beruhigt Schädeli allfällige Kritiker. Er ist ein ausgesprochener Tierfreund und will die Rinder nicht unnötig nervös machen. «Denn sie gehören nicht mir, sondern drei befreundeten Landwirten.»

Selbstverständlich lässt es sich der OK-Präsident und Bauchef Ueli Brunner aus Villmergen nicht nehmen, an der Westernshow mit dem Planwagen vorzufahren, den seine Pferde Robin und Larina ziehen werden. Einer der Altmeister unter den Reitern des Kavallerievereins Bünztal, Guido Isler aus Wohlen, wird bei diesem Spektakel vorausreiten.

Mit 600 Reiterinnen und Reitern gehört die Springkonkurrenz zu den beliebtesten Veranstaltungen in Wohlen. Die Konkurrenz darf seit
45 Jahren auf ein treues und zahlreiches Publikum zählen, das mit Kennerblick die Reiter bei ihren Auftritten verfolgt, aber auch nicht abgeneigt ist, in der Festhütte oder an der Westernbar neue Bekanntschaften zu knüpfen. «Bei uns gibt es immer ein schönes Fest. Es starten nicht nur routinierte Reiter. Auch Anfängerinnen und Anfänger bekommen ihre Chance», sagt OK-Chef Ueli Brunner. Ross und Reiter sollen sich auf dem Springplatz wohl fühlen. Deshalb wurden für die 45. Auflage auf dem Platz mehrere Kubikmeter Sand eingebracht, um den Parcours weich und angenehm zu gestalten.

Auch ein Nachtspringen

Für die höchsten Prüfungen R120 und 125 haben die Raiffeisenbanken Wohlen und Villmergen und die Gemeinde Wohlen besonders begehrte Hauptpreise ausgesetzt. Sollte es das Wetter erlauben, warten die Veranstalter mit einem Nachtspringen, einem Parallelslalom, auf, an dem immer zwei Reiter gegeneinander antreten werden. Zusätzliche Preise richtet der Veranstalter zum Jubiläum auch für vierte und Plätze und jene Reiter aus, die am Wochenende vom 22. bis 24. Juli ihren 45. Geburtstag feiern dürfen.

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