Wohlen
Casa Güpf – das neue Modell für Senioren wird im Herbst eröffnet

Das neue Zentrum für betreutes Wohnen im Alter soll am 3. Oktober eröffnet werden. Wohlens Gemeindeammann Walter Dubler war des Lobes voll.

Jörg Baumann
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Wer älter wird, aber noch selbstständig leben und trotzdem im Pflegefall umsorgt werden will, findet in Wohlen bald einen Platz: mitten im Dorf in der Casa Güpf, die am 3. Oktober eröffnet wird.

Gemeindeammann Walter Dubler war an einer Infoveranstaltung des Lobes voll: Das Projekt der Sensato AG mit seinen 70 Mietwohnungen, dem Pflegebereich mit 18 Betten und einem öffentlichen Restaurant entspreche einem grossen Bedürfnis. «In Wohlen entsteht ein Pionierwerk», sagte Dubler.

Bis 2025 müssten im Bezirk Bremgarten 300 neue Pflegeplätze eingerichtet werden, führte er aus. Dubler konfrontierte das Publikum mit den kursierenden Prognosen: Der Rentneranteil an der Bevölkerung steige bis 2035 von 17 auf 26 Prozent, das heisst auf 2,3 Millionen Menschen.

In jenem Jahr werde auch er, Dubler, den 80. Geburtstag feiern. «Es gibt in Wohlen viele alleinstehende Leute oder Paare, die gedenken, sich zu verändern», sagte Dubler.

Für den Mittelstand gedacht

Sensato und die Aargauische Pensionskasse als Investorin erstellen in Wohlen keine Altersresidenz für die oberen Zehntausend, sondern ein Zentrum für das betreute Wohnen im Alter, in dem sich auch der Mittelstand eine Mietwohnung leisten kann. Darauf wies Sensato-Geschäftsführer Guido Reber hin.

Die Basispensionspreise liegen laut Martin Perrot, Bereichsleiter Beratungen bei Sensato, «zwischen dem Alters- und Pflegeheim und dem sozialen Wohnungsbau». Im Vergleich zu den normalen Mietwohnungen seien die Pensionspreise in der Casa Güpf marktgerecht, meinte Perrot.

Leistungen individuell angepasst

In der Casa Güpf finde der Mieter einen Komfort, der sich mit einer normalen Wohnung nicht vergleichen lasse, wurde an der Veranstaltung betont.

So bietet diplomiertes Fachpersonal den Bewohnern die Pflegeleistungen rund um die Uhr an – ein Knopfdruck auf die Notfalltaste, die in jeder Wohnung installiert wird, genügt. Die Leistungen werden je nach Fall individuell abgerechnet und sind krankenkassenpflichtig. «Wir werden aber nirgendwo Pflegepersonal abwerben, auch bei der Spitex nicht», beruhigte Reber.

Die Casa Güpf liegt in einem grossen Park, in dem sich die Gemeinschaft auch zu einem Grillplausch treffen kann. Jens Knall, Geschäftsführer des Zentrums, hob hervor, dass die Anlage zentral in der Nähe von Bahnhof, Post, Läden und Apotheke liege und sogar eine eigene Ortsbus-Haltestelle habe.

Im danebenstehenden Gewerbehaus soll künftig eine Physiotherapiepraxis einziehen. Auch ein Arzt interessiert sich dafür, sich im Haus niederzulassen. Wer nicht selber kochen will, kann sich im öffentlichen Restaurant laut Reber günstig und gesund verpflegen.

Hobbyraum und Weinkeller

Ihre Freizeit können die Mieterinnen und Mieter in den hauseigenen Hobby- und Mehrzweckräumen verbringen. Alle Weinfreunde wird es freuen: In der Casa Güpf wird es auch einen abschliessbaren Weinkeller geben, in dem die Mieter ihre guten Tropfen aufbewahren können.

Haustiere seien in den Wohnungen ausdrücklich erlaubt, «selbstverständlich im normalen Rahmen», teilte Reber mit. Und wenn in einer Wohnung mal ein Bild aufgehängt werden sollte, helfe der am Ort wohnende Hausmeister sicher gerne.

Die Bauarbeiten sind so weit fortgeschritten, dass Musterwohnungen im Sommer besichtigt werden können. Die Eröffnung der Casa Güpf ist am 3. Oktober vorgesehen.

Weitere Informationen: Im Kundenbüro auf dem Areal, unter Telefon 056 618 84 84, E-Mail: info@casa-guepf.ch oder im Internet auf www.casa-guepf.ch.