Langenthal
Café-Restaurant Chutze: Feierabendkultur ergänzt essen, trinken, kaufen

Im Café-Restaurant Chutze an der Schorenstrasse 2 sind zurzeit Bilder von Elisabeth Schmidiger aus Aarwangen zu sehen. An der «Midissage» – zwei Monate nach der Vernissage, zwei Monate vor der Finissage – stellte Atemtherapeutin Cristina Moning (Langenthal) Künstlerin und Werke vor.

Hans Mathys
Drucken
Teilen
Von links: Cristina Moning, Elisabeth Schmidiger und Laura Schuler.

Von links: Cristina Moning, Elisabeth Schmidiger und Laura Schuler.

hml

Mit dieser «Midissage» lancierte eine aus Franziska Fellinger, Meret Buser Käser und Ursina Bienek-Denoth bestehende Kollektivgesellschaft die neue «Feierabendkultur im Chutze». Im Juni sorgt der Chutze jeden Freitagabend um 18 Uhr für ein kulturelles Highlight. Nach einer zweimonatigen Pause soll dann die Feierabendkultur an den vier Freitagen im September fortgesetzt werden. Der übernächste Kulturmonat könnte der Dezember oder Januar sein.

«Ihre Bilder sind mir vertraut. Sie bedeuten mir etwas»

An der «Midissage» genoss Elisabeth Schmidiger die Laudatio von Cristina Moning, die das künstlerische Schaffen würdigte. «Ihre Bilder sind mir vertraut. Sie bedeuten mir etwas», sagte sie und wünschte der Künstlerin baldige Genesung von ihrer Schulteroperation.

Ausgerechnet Elisabeth Schmidigers linker Arm ist betroffen. «Ich hoffe, dass du mit deinem Malarm bald wieder den Pinsel führen kannst», sagte Cristina Moning. Diese verriet, wie die Künstlerin auf einer Frankreich-Reise – zusammen mit ihrem Mann Toni – auf einem «Chnobli»-Markt in den Bann dieses dort angebotenen Gewürzes geriet.

Die trockenen, kraftvollen und urchigen «Chnörz» hätten es der Malerin angetan. An der aktuellen Ausstellung im Chutze ist der Knoblauch entsprechend stark vertreten. «Sie drängen sich in den Vordergrund», sagte Cristina Moning zu den auffallend farbenfrohen Hintergründen bei Elisabeth Schmidigers Bildern. Laura Schuler (Violine) sorgte an der «Midissage» für musikalische Farbtupfer. Die angehende Berufsmusikerin aus Langenthal erntete dafür herzlichen Applaus.

Treffpunkt für verschiedene Menschengruppen

Im Gebäude des vor 40 Jahren eröffneten Tearooms Chutze war zuletzt während zehn Jahren der Kindergarten der Heilpädagogische Schule untergebracht. Mitte 2010 zog der Kindergarten in den nur einen Steinwurf entfernten Neubau auf der ehemaligen Kniematte um.

Mit Herzblut belebt jetzt das Team des Café-Restaurants Chutze um Franziska Fellinger und Meret Buser Käser, Ursina Bienek-Denoth, Veronika Grob, Uschi Rothen, Vroni Jenny und Marianne Buschmann mit seinen Aktivitäten das Haus.

Der neue Chutze soll sich zu einem Treffpunkt für verschiedene Menschengruppen entwickeln. Dabei werden Arbeits- und Beschäftigungsplätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen angeboten. Das Café-Restaurant Chutze um «Fellinger und Partnerinnen» ist jeweils montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

«Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen dem zweiten Arbeitsmarkt und der freien Marktwirtschaft – mit der Option einer Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt», lautet das Credo der engagierten Frauen. Ihr Ziel sei es, vier bis fünf begleitete Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

Aktuelle Nachrichten