Pensionskasse
BVK-Versicherte haben ihre neun Stiftungsräte gewählt

Die Versicherten der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich haben ihre neun Delegierten im neuen Stiftungsrat gewählt, der ab 2014 das oberste Organ der verselbständigten Pensionskasse sein wird.

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Sitz der BVK in Zürich

Sitz der BVK in Zürich

Keystone

Fünf Arbeitnehmervertreter gehören bereits heute der beratenden paritätischen Verwaltungskommission der BVK an. In allen sechs Wahlkreisen war es zu Kampfwahlen gekommen. Insgesamt bewarben sich 70 Frauen und Männer um die neun Sitze der Arbeitnehmenden.

Die Wahlbeteiligung hielt sich mit 17,5 Prozent allerdings in Grenzen. Am höchsten war sie im Wahlkreis II mit 25,5 Prozent, am tiefsten war sie im Wahlkreis III mit 6,7 Prozent, wie die Finanzdirektion am Dienstag mitteilte.

Als Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter gewählt wurden Ernst Joss, Dietikon, Lilo Lätzsch, Zürich, Markus Fuchs, Hinwil, Arialdo Pulcini, Richterswil, Bernhard Hutter, Zürich, Markus Schneider, Gossau, Thomas Gächter, Zürich, Nicole Schönbächler, Effretikon, und Guido Suter, Walchwil ZG.

Gleichzeitig haben auch die Arbeitgeber ihre fünf Delegierten im Stiftungsrat gewählt. Bei dieser Wahl standen in den vier Wahlkreisen ebenfalls mehr Kandidierende zur Wahl als Sitze zu vergeben waren. Hier wurden die Stimmen mit der Anzahl der Versicherten pro Arbeitgeber gewichtet.

Als Arbeitgebervertreterinnen und -vertreter gewählt wurden Gisela Kessler-Berther, Horgen, Hugo Keune, Zürich, Stefan Schnyder, Greifensee, Hubert J. Rüegg, Tann, und Bruno Zanella, Bäch SZ. Die vier Arbeitgebervertreter in den rein kantonalen Wahlkreisen wählt der Regierungsrat im Dezember

BVK-Chef und Personalverbände sind zufrieden

BVK-Chef Thomas Schönbächler zeigte sich gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio DRS zufrieden mit dem Ausgang der Wahl. Der Stiftungsrat sei sehr breit gefächert. "Wir haben einen Professor, der auf Stiftungsrecht spezialisiert ist, mehrere Finanzspezialisten, einen Pensionskassenexperten und was besonders wertvoll ist, es sind sämtliche Altersgruppen vertreten."

Die Vereinigten Personalverbände (VPV) freuten sich, dass mit einer Ausnahme in allen Wahlkreisen ihre Kandidatinnen und Kandidaten gewählt wurden. Das sei ein Vertrauensbeweis für die bisher geleistete Arbeit der Personalverbände in der BVK, heisst es in einer Mitteilung. Gleichzeitig erhoben die VPV den Anspruch auf das erste Präsidium im neuen Stiftungsrat.

Schwieriges Geschäft gleich zu Beginn

Die Wahl des Stiftungsrates erfolgte weitgehend elektronisch via Internet. Laut Finanzdirektion bevorzugten nur 2,2 Prozent der Wahlberechtigten die briefliche Wahl.

Der neue Stiftungsrat nimmt die Arbeit Anfang 2013 auf, um bis zur Selbständigkeit der BVK per 1. Januar 2014 die dafür nötigen Vorbereitungen zu treffen. Das paritätisch aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern zusammengesetzte Gremium ist das oberste Aufsichtsorgan der BVK.

Bereits zu Beginn der Amtszeit muss sich der Stiftungsrat mit einem heiklen Geschäft befassen. Entscheiden muss er nämlich, ob in Zusammenhang mit der in Schieflage geratenen BVK eine Haftungsklage gegen den Regierungsrat eingereicht werden soll.