Kantonsratspräsidium
Bruno Walliser vom Kantonsrat zum «höchsten Zürcher» gewählt

Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag den Gemeindepräsidenten von Volketswil, Bruno Walliser (SVP), zum «höchsten Zürcher» gewählt. Als Ratspräsident wird der 47-Jährige die Sitzungen des Parlaments im Amtsjahr 2013/2014 leiten.

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Der neue Kantonsratpräsident Bruno Walliser mit seinem Vorgänger Bernhard Egg

Der neue Kantonsratpräsident Bruno Walliser mit seinem Vorgänger Bernhard Egg

Keystone

Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag den Gemeindepräsidenten von Volketswil, Bruno Walliser (SVP), zum «höchsten Zürcher» gewählt. Als Ratspräsident wird der 47-Jährige die Sitzungen des Parlaments im Amtsjahr 2013/2014 leiten.

Walliser erhielt 149 Stimmen. Flankiert wird er im kommenden Amtsjahr auf dem «Bock» von zwei bürgerlichen Frauen. Brigitta Johner (FDP, Urdorf) wurde mit 154 Stimmen als Vizepräsidentin wiedergewählt. 2. Vizepräsidentin ist neu Theresia Weber-Gachnang (SVP, Uetikon a.S.), sie erhielt 115 Stimmen.

Bruno Walliser ist in Volketswil aufgewachsen, seit 2002 ist er dort Gemeindepräsident und zugleich Finanzvorstand. Der 47-Jährige ist selbstständiger Kaminfegermeister und passionierter Radfahrer. Seit 1999 sitzt der SVP-Politiker im Kantonsrat, 2008 wurde er in die Geschäftsleitung gewählt. Walliser ist Vater zweier Kinder.

Anti-Zürich-Reflex

In seiner Antrittsrede betonte der neue Ratspräsident die Bedeutung des Kantons Zürich. «Mir sind Züri», dieser Ausdruck stehe für einen selbstbewussten und erfolgreichen Kanton. «Wer Erfolg hat, hat aber auch Neider», sagte Walliser. Und das sei gut so. «Wir dürfen darum auch weiterhin auf den Anti-Zürich-Reflex zählen.»

Walliser wies aber auch auf Gebiete hin, wo seiner Meinung nach Handlungsbedarf besteht. So erscheine die Universität Zürich im Gegensatz zur ETH in den internationalen Rankings nicht unter den Besten. Vorsichtig sein muss man gemäss SVP-Politiker auch bei der Raumplanung. «Das Wachstum hat seine Grenzen.» Zürich solle nicht ein zweites Hongkong werden.

Zum Schluss äusserte Walliser noch «ein paar bescheidene Wünsche» an seine Ratskollegen: Man solle sich mit gegenseitigem Respekt begegnen. Ausserdem hätte der neue Ratspräsident gerne ein Amtsjahr «ohne raschelnde Zeitungen, ohne Laptops, welche die Sicht versperren, und ohne klingelnde Handys».

Geschäftsleitung bestätigt

Der Volketswiler übernimmt das Ratspräsidium vom Sozialdemokraten Bernhard Egg (Elgg), der die Sitzungen des Kantonsparlaments im vergangenen Amtsjahr jeweils geleitet hatte.

Der Geschäftsleitung des Kantonsrats gehören neben Präsident und Vizepräsident zwölf weitere Mitglieder an. Deren Wahl war am Montag ebenfalls unbestritten. Der abtretende Ratspräsident Egg wird Sekretär und damit Mitglied der Geschäftsleitung bleiben.

Wiedergewählt wurden auch Barbara Bussmann (SP, Volketswil), Roman Schmid (SVP, Opfikon), Raphael Golta (SP, Zürich), Esther Guyer (Grüne, Zürich), Philipp Kutter (CVP, Wädenswil), Heinz Kyburz (EDU, Männedorf), Marcel Lenggenhager (BDP, Gossau), Peter Reinhard (EVP, Kloten), Benno Scherrer (GLP, Uster), Jürg Trachsel (SVP, Richterswil) und Thomas Vogel (FDP, Illnau-Effretikon).

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