Urdorf
Breite Zustimmung für Einheitsgemeinde – nur die SVP gibt sich überraschend wortkarg

Mit ihrer Nein-Parole zur Einheitsgemeinde hat die Schulpflege bisher keine Ortspartei überzeugt. Nur die SVP sagt weder Ja noch Nein.

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Ende September entscheidet sich, ob Urdorf zur Einheitsgemeinde wird.

Ende September entscheidet sich, ob Urdorf zur Einheitsgemeinde wird.

Nach einer kontroversen Diskussion beschloss die CVP Urdorf an ihrer Generalversammlung vom Mittwoch die Ja-Parole für die Abstimmung zur Einheitsgemeinde, die am 25. September ansteht. Dieselbe Parole hat auch die FDP Urdorf an ihrer Versammlung beschlossen. Nicht einstimmig, aber mit grosser Mehrheit. Auch die SP, die am Donnerstag tagte, befürwortet die Einheitsgemeinde. «Die Vorlage war unbestritten», sagt Ursula Baumgartner, Co-Präsidentin der SP Urdorf. Schon länger bekannt ist, dass EVP und GLP die Fusion von politischer Gemeinde und Schulgemeinde befürworten.

Völlig unerwartet hat hingegen die SVP an ihrer Versammlung vom 25. Mai keine Parole beschlossen. Über das Anliegen debattiert habe man gleichwohl, sagt der Urdorfer SVP-Präsident Jürg Bosch. Man habe sich aber geeinigt, zuerst die Gemeindeversammlung vom 15. Juni abzuwarten. Dort wird das Projekt dem Stimmvolk vorgestellt und allenfalls noch angepasst: Änderungsanträge sind möglich. «An der Gemeindeversammlung möchten wir nochmals die Pro- und Kontra-Argumente hören. Dann werden wir uns an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 17. August auf eine Parole einigen. Bis dann sind genug Fakten auf dem Tisch», sagt SVP-Präsident Bosch.

Die Schulgemeinde sowie die Rechnungsprüfungskommission der politischen Gemeinde sprachen sich gegen die Bildung einer Einheitsgemeinde aus. Diese beiden Gremien laufen nun Gefahr, auf verlorenem Posten zu stehen, falls auch die SVP die Ja-Parole beschliesst. Das ist nicht unwahrscheinlich. Denn die Initiative für eine Einheitsgemeinde wurde hauptsächlich von Mitgliedern der Urdorfer SVP unterschrieben. (DEG)

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