Dietikon
Brand in Asylunterkunft - Polizei schliesst Brandstiftung nicht aus

In der Nacht von Montag auf Dienstag brannte es im Keller des Asylzentrums an der Zürcherstrasse. Verletzt wurde niemand. Es entstand ein Sachschaden von knapp 20'000 Franken. Eine Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.

Merken
Drucken
Teilen
Brand im Keller des Asylzentrums an der Zürcherstrasse.
4 Bilder
Brand in der Asylunterkunft an der Zürcherstrasse

Brand im Keller des Asylzentrums an der Zürcherstrasse.

fni

Ein Brand im Keller der Asylunterkunft an der Zürcherstrasse in Dietikon sorgte in der Nacht auf Dienstag für Aufregung. Die 21 dort wohnhaften Asylbewerber mussten evakuiert werden, verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen. Der Schaden beläuft sich voraussichtlich auf rund 20 000 Franken.

Gegen 2.15 Uhr meldeten Anwohner der Stützpunktfeuerwehr Dietikon einen Brand im Kellergeschoss des Asylzentrums. «Die Asylsuchenden haben vom Feuer nichts mitbekommen und mussten von der Feuerwehr geweckt werden», wie der Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP) sagt. Zum Zeitpunkt des Brandes waren nur 21 der gesamthaft 36 Plätze in der Unterkunft belegt.

In Flip-Flops und kurzen Hosen

Obwohl der Brand sofort gelöscht werden konnte, musste für die Bewohner eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden werden. In der nahegelegenen Turnhalle des Schulhauses Wolfsmatt wurden Matten und Decken ausgelegt. «Zudem wurden alte Zivilschutzkleider verteilt, da die Asylsuchenden teils in kurzen Hosen und Flip-Flops evakuiert wurden», so Illi. Rund 10 Zivilschützer richteten die Turnhalle her und sorgten für die Verpflegung der Asylsuchenden. Für Heinz Illi steht fest: «Hätten die rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Dietikon nicht so schnell reagiert, wäre es zu einem grossen Unglück gekommen.»

Weil der Kellerbrand Rohre und Leitungen der Liegenschaft teils stark beschädigt hat, müssen diese erst repariert werden. Voraussichtlich können die Asylsuchenden erst am Donnerstag wieder zurück in die Unterkunft. Bis dahin wurden Übernachtungsmöglichkeiten bei Bekannten, Notschlafstellen oder Durchgangszentren in der Umgebung gefunden, wie Illi sagt. (aru/amo)