E-Gouvernement
Beim Kanton kann man Rechnungen via Internet zustellen

Die Zürcher Finanzdirektion macht es Unternehmen einfacher, wenn sie Geld vom Kanton zugute haben: Künftig können sie ihre Rechnungen elektronisch übermitteln und über Internet auch jederzeit den aktuellen Behandlungsstand ihrer Forderung abrufen.

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Dem Kanton kann man die Rechnung nun auch per Internet schicken.

Dem Kanton kann man die Rechnung nun auch per Internet schicken.

Keystone

Das Buchungszentrum in der Finanzdirektion verarbeitet und bezahlt die Rechnungen vieler kantonaler Institutionen und Ämter. Dieses Jahr seien es rund 270'000 Rechnungen mit einem Volumen von mehr als 3 Milliarden Franken, heisst es in einer Mitteilung der Finanzdirektion vom Dienstag.

Weil fast alle Rechnungen auf Papier eingehen, verursache das Einscannen einen erheblichen Aufwand. Mit der neuen Möglichkeit, Rechnungen im PDF-Format elektronisch zu empfangen, könne das Buchungszentrum diesen Aufwand reduzieren, und Unternehmen könnten gleichzeitig Versandspesen sparen.

Mit dem neuen Angebot erweitert der Kanton Zürich die E-Government-Dienstleistungen auf der Transaktionsplattform ZHservices, über die auch die elektronische Steuererklärung läuft.
Unternehmen müssen sich registrieren

Unternehmen, die ihre Rechnung künftig elektronisch einreichen wollen, müssen sich registrieren lassen. Dabei reichen sie zunächst elektronisch ein Gesuch mit einer Beispielrechnung im PDF-Format ein. Entspricht das Dokument den gesetzlichen Vorgaben und den Anforderungen des Kantons, erhalten die Unternehmen per Post einen Benutzernamen und ein Passwort als Zugangsdaten.

Von diesem Zeitpunkt an müssen die Unternehmen keine Rechnungen mehr per Post versenden, sondern können diese als PDF rund um die Uhr einreichen. Belege können sie als Anhänge mitliefern. Die Rechnugssteller können zudem verfolgen, welchen Status ihre Forderung hat.

Die vom Buchungszentrum in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle E-Government in der Staatskanzlei entwickelte Anwendung wurde mit je fünf ausgesuchten Unternehmen und internen Amtsstellen getestet, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Erfahrungen seien durchwegs positiv gewesen.