Ständeratswahlen
BDP lädt auch Adrian Amstutz ein

Der Kantonalvorstand der BDP lädt Intimfeind Adrian Amstutz (SVP) und FDP-Nationalrätin Christa Markwalder zum Hearing ein. Dann entscheidet die Partei von Ständerat Werner Luginbühl, wen sie sich als zweites im Stöckli wünscht.

Samuel Thomi
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Keystone

Zwar wollte sich die Geschäftsleitung der BDP Kantonalpartei für die Ständerats-Ersatzwahl vom 13. Februar eigentlich nicht auf eine Empfehlung einlassen.

Am Dienstagabend hat der Parteivorstand nun aber anders entschieden: Er will Christa Markwalder (FDP) und Adrian Amstutz (SVP) Anfang 2011 zu einem Hearing aufbieten und dann entscheiden, wen sich die BDP im ersten Wahlgang neben ihrem Ständerat Werner Luginbühl im Stöckli wünscht.

Wyss nicht erwünscht

Ursula Wyss (SP) und Marc Jost dagegen werden nicht eingeladen. Trotz Bitte von EVP-Präsident Gerhard Baumgartner fand sich laut BDP-Präsident Urs Gasche dagegen keine Mehrheit im Vorstand, die auch den EVP-Kandidaten einladen wollte; im Tagesgeschäft politisiere Grossrat Jost mehrheitlich links. Die BDP verstehe sich jedoch als «klar bürgerliche Partei», so Gasche.

GLP stellt Bedingung - auch CVP lädt ein

Ebenfalls auf Unterstützung hofft die EVP von ihren Fraktionspartnern im Bundeshaus (az Langenthaler Tagblatt berichtete). Michael Köpfli, Co-Präsident der Grünliberalen, sagt: «Wir sind offen für Gespräche.» Allerdings unter einer Bedingung: «Die EVP und nicht nur ihr Kandidat muss sich klar gegen ein neues AKW in Mühleberg aussprechen.» Die Parolenfassung der EVP zur gleichzeitig wie die Ständerats-Ersatzwahl stattfindenden Abstimmung ist für Januar geplant.

Noch ausstehend ist auch der Entscheid der CVP. Laut Kantonalpräsident Valentin Lagger werden alle Kandidierenden am 25. Januar zur Delegiertenversammlung in Bern eingeladen. Ausser Marc Jost hätten bereits alle zugesagt: «Dann wird die CVP entscheiden», so Lagger.