Ringstrasse
Bald brauchts nicht mehr so viel Geduld

Noch in diesem Jahr erhält die Stadt ihren 14. Kreisel. Er wird bei der Kreuzung Ringstrasse/Thunstettenstrasse zu liegen kommen. Zurzeit liegt das Baugesuch öffentlich auf.

tobias granwehr
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Das Einmünden von der Thunstetten- in die Ringstrasse erfordert oft viel Geduld. tg

Das Einmünden von der Thunstetten- in die Ringstrasse erfordert oft viel Geduld. tg

Solothurner Zeitung

Wer es selbst mindestens einmal erlebt hat, kann die Absicht der Stadt wohl gut nachvollziehen: den Bau eines Kreisels bei der Kreuzung Ringstrasse/Thunstettenstrasse. Das Einmünden von der Thunstetten- in die Ringstrasse kann besonders zu Stosszeiten zu einem mühsamen Geduldsspiel werden. Und für schwere Fahrzeuge wie Busse oder Lastwagen ist es manchmal fast unmöglich, ohne lange Wartezeiten einzubiegen oder die Ringstrasse zu überqueren. Das hat die Stadt erkannt und bereits vor einiger Zeit die entsprechenden Schritte in die Wege geleitet (siehe Kontext).

Nicht rund, ellipsenförmig

Jetzt kommt das Projekt in die entscheidende Phase: Die Stadt hat das Baugesuch für den Kreisel öffentlich aufgelegt und bereitet bereits die Umsetzung vor – in der Hoffnung, dass es keine Einsprachen gibt. Aussergewöhnlich wird die neueste Verkehrsmassnahme Langenthals nicht wegen ihres Kreiselschmucks. Da gibt es in der Stadt andere, weit speziellere. Aussergewöhnlich ist die Form des Kreisels selbst. Dieser wird nämlich nicht rund, sondern ellipsenförmig (das az Langenthaler Tagblatt berichtete). Der Grund liegt in den engen Platzverhältnissen der Kreuzung.

Eine Herausforderung werde es auch, den Kreisel um den rollenden Verkehr herum zu bauen, erklärt Peter Siegrist. Er ist Inhaber der Siegrist Ingenieur- und Planungsbüro AG, die das Projekt zusammen mit einem Burgdorfer Büro erarbeitete. Sein Büro sei an der Projektierung der Arbeiten und der Ablaufplanung des Baus beteiligt. Der Verkehr muss während der ganzen Bauzeit mindestens einspurig rollen können. Zudem müssen die privaten Zufahrten rund um die Kreuzung sowie der Busbetrieb möglich sein. Deshalb werde der Kreisel in einzelnen Abschnitten gebaut, sagt Siegrist.

Der Baubeginn ist laut Stadtbaumeister Urs Affolter im Frühling geplant – und dürfte einige Monate dauern. Vorgesehen war der Beginn bereits im vergangenen Jahr, dann hätten Werkleitungen vorgezogen werden können, sagt er. Wie sich herausstellte, müssen die Leitungen entgegen ersten Erwartungen doch nicht saniert werden. Das Ziel des Kreisels erklärt der Stadtbaumeister wie folgt: «Wir wollen den Verkehrsfluss verbessern. Jeder weiss, dass die Einmündung von der Thunstetten- in die Ringstrasse problematisch ist.» Zudem solle die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Bei der Gestaltung eingeschränkt

Als erst zweiter Kreisel in der Stadt wird der insgesamt 14. aus Beton gebaut. Die Ringstrasse sei eine stark belastete Strasse, weshalb Beton um Welten besser sei, so Affolter. Dieser Belag ist gemäss Siegrist im Unterhalt viel günstiger als andere. Allerdings ist er im Bau etwas teurer, was jedoch durch den günstigeren Unterhalt aufgewogen werde. In der Region nennt Siegrist den Migros-Kreisel sowie den Aarwanger asm-Kreisel als Beispiele für Betonkreisel.

Noch nichts verraten will Affolter über die Gestaltung der Verkehrsrundung. Es sei etwas vorgesehen, er könne jedoch noch nicht sagen, was. Klar ist: Da das Zentrum des Kreisels verhältnismässig klein werde, sei die Stadt sehr eingeschränkt. Zudem müssen schwere Fahrzeuge über den Kreisel fahren können.

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