Betrug in Burgergemeinde
Auch der Stadtpräsident wurde übers Ohr gehauen

Das laufende Verfahren gegen den früheren Verwalter der Burgergemeinde zeigt: Die Entwässerungsgenossenschaft vermisst ebenfalls Geld. Der Verdächtige soll sich auch hier bedient haben.

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Keystone

Gestern informierte Marc Howald, Präsident der Burgergemeinde Langenthal zum laufenden Verfahren gegen den früheren Verwalter der Burgergemeinde. Dieser soll die Langenthaler Samuel Kuert Stiftung um rund 100 000 Franken erleichtert haben.

Im Oktober dieses Jahres sei der Verdächtige vom Untersuchungsrichter einvernommen worden. Vorgeworfen werden ihm Veruntreuung, Urkundenfälschung und ungetreue Geschäftsbesorgung. Howald hofft, dass der Fall Mitte nächsten Jahres zum Abschluss kommt. An der Burgergemeindeversammlung meldete sich dann auch noch Hansjürg Fuhrimann, Präsident der Entwässerungsgenossenschaft zu Wort. Auch dort fehlt Geld in der Kasse, und zwar rund 15 000 Franken.

Der ehemalige Verwalter der Burgergemeinde war auch Geschäftsführer und Kassier der Entwässerungsgenossenschaft. Pikanterweise kam das Geld abhanden, als Thomas Rufener sein Amt als Präsident der Entwässerungsgenossenschaft an Fuhrimann abgeben musste, weil er zum Stadtpräsidenten gewählt wurde. «Wahrscheinlich hat der Verdächtige den Wechsel im Präsidium kaltblütig ausgenutzt und sich bereichert», so Fuhrimann. (uby)

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