Bützberg
Attraktives Bauland für Familien anbieten

Die Steuereinnahmen, welche die Gemeinde von den in Bützberg ansässigen Firmen erhält, sind rückläufig. Der Gemeinderat hofft nun auf junge Familien, die sich in der Gemeinde ansiedeln.

Irmgard Bayard
Merken
Drucken
Teilen
Familienfreundlich

Familienfreundlich

Zur Verfügung gestellt

Im Finanzplan 2011 bis 2015 hat der Gemeinderat deshalb unter anderem die Sanierung der Schulhäuser und Kindergärten sowie die Erschliessung Rain/Rosenweg in Bützberg aufgenommen. Für die Erschliessung ist vorgesehen, eine Überbauungsordnung (UeO) zu erstellen. Diese liegt zwecks Mitwirkung noch bis zum 13. Dezember in der Gemeindeverwaltung auf.

Baulücke schliessen

«Die Absicht des Gemeinderates ist die massvolle Entwicklung der Gemeinde. Mit dieser attraktiven Bauzone in Südhanglage können wir zudem eine Baulücke im Zentrumsgebiet schliessen, wie dies das Amt für Gemeinden und Raumordnung vorgibt», erklärte der für das Ressort Bau und Betriebe zuständige Gemeinderat Stefan Krähenbühl (FDP), als er das Projekt an der Gemeindeversammlung vorstellte.

Das Gebiet Rain lag mehrere Jahrzehnte in einer Zone mit Planungspflicht (ZPP), ohne dass sich die damaligen Grundeigentümer auf eine sinnvolle Überbauung einigen konnten. Anlässlich der letzten Ortsplanungsrevision im 2007 wurde die ZPP aufgehoben und durch eine Regelbauzone ersetzt. Die bereits auf privater Basis realisierte Teilerschliessung Eigerweg unterstütze die UeO, heisst es im Erläuterungsbericht.

Gemäss Krähenbühl gehören die Parzellen heute der Erbengemeinschaft Trösch (im Bild violett), der Einwohnergemeinde (braun), der A. + D. Baupartner AG Langenthal (grün) sowie dem Architekturbüro Idealbau Bützberg (blau). Die Aufteilung und die Erschliessung der diversen Grundstücke sollen über das gesamte Perimetergebiet koordiniert erfolgen. «Wo die Parzellen zwei Besitzern gehören, wird mittels Infrastrukturvertrag ein Landabtausch vorgenommen», erklärte Krähenbühl.

Wo bleibt der Kreisel?

Die Erschliessung erfolgt gemäss Plan via Rosen- und Eigerweg. «Der Rosenweg ist sehr schmal, wie wird das Problem gelöst», wollte eine Anwohnerin wissen. «Die Erschliessungsstrassen sind 4,20 Meter breit und je ein Wendeplatz in den beiden Wegen sorgt für genügend Platz», antwortete Krähenbühl.

Auch werde im Quartier zu schnell gefahren, gab die Votantin zu bedenken. Das sei bekannt, antwortete Gemeindepräsident Fred Röthlisberger (SVP), vor allem in der 30er-Zone werde oft wesentlich schneller gefahren als erlaubt. Dieses Problem müsse mit mehr Kontrollen gelöst werden.

Ob es nicht besser wäre, vor der Erschliessung den Kreisel an der Schlossstrasse umzusetzen, so ein weiterer Einwand. «Wir drängen darauf, dass der Kreisel möglichst bald kommt», sagte Röthlisberger. Dafür sei aber der Kanton zuständig. «Dieser sagt, wann gebaut wird.»

Fragen warf an der Gemeindeversammlung eine Fusswegverbindung mittels Treppe auf. Die heute bestehende Fusswegverbindung Rain-/Solothurnstrasse wird aufgehoben und durch eine neue Verbindung, die westlich der bestehenden Überbauung Pilatusring liegt und vom Rain zum Erlebnisspielplatz an der Solothurnstrasse führt, ersetzt.

Eine weitere neue Fussgängerführung geht südlich entlang der Überbauung Pilatusring und mündet in die Verbindung Rainstrasse/Spielplatz. Der nördlich in der Wohnzone liegende Teil des geplanten Fussweges ist bereits seit Jahren durch eine öffentlich-rechtliche Dienstbarkeit gesichert.

Der südliche Teil führt überwiegend über die Landwirtschaftszone auf einer gemeindeeigenen Parzelle. «Diese Fusswegverbindung dient als erste Alternative zur verkehrsüberlasteten und stellenweise für Fussgänger äusserst gefährlichen Welschlandstrasse», sagte Krähenbühl.

Nicht rollstuhlgängig

«Dieser Weg ist sehr steil und nicht rollstuhlgerecht», kam eine Bemerkung aus der Versammlung. Das stimme, jedenfalls teilweise, gab Krähenbühl zu. Er riet dem Votanten, diesen Einwand im Rahmen der Mitwirkung einzugeben. «Alle Eingaben werden geprüft, also beteiligt euch daran.»

Die Erschliessungskosten belaufen sich auf mindestens 1,5 Mio. Franken. Die Detailerschliessung, die in der Kompetenz des Gemeinderates liegt, wird von der Gemeinde vorfinanziert. Nach der Mitwirkung an der UeO wird das Projekt der Bevölkerung nochmals vorgestellt. Nach der Vorprüfung durch den Kanton wird die UeO öffentlich aufgelegt. «Wir rechnen damit, dass die Stimmberechtigten parallel dazu im Februar 2011 über den Kredit an der Urne abstimmen können», legte Krähenbühl den provisorischen Terminplan fest