Limmat
Anhaltender Niederschlag legt Flussschiffahrt lahm

Wegen starker Strömung muss die Limmatschifffahrt bis auf weiteres eingestellt werden. Die Schiffe verkehren nur noch im Seebecken.

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Die Fahrt in der Limmat muss bis auf weiteres eingestellt werden.

Die Fahrt in der Limmat muss bis auf weiteres eingestellt werden.

Keystone

Der tagelange Niederschlag bleibt nicht ohne Folgen: Die Limmat führt so viel Wasser, dass die Schiffe ihren Betrieb auf der Strecke zwischen dem Bürkliplatz und dem Landesmuseum einstellen müssen.

Roman Knecht, Direktor der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG), erklärt auf Anfrage, dass die Unterbrechung der Limmatschifffahrt nicht vom Wasserpegel abhängig ist, sondern von der Abflussgeschwindigkeit: Die Schifffahrt werde immer eingestellt, sobald mehr als 180 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abfliessen. Flussaufwärts sei die Motorleistung der Schiffe nicht ausreichend, um gegen den stärkeren Strom anzukämpfen.

Nach aktuellen Messungen fliessen zurzeit rund 210 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ab. Aus diesem Grund verkehren die Schiffe bis auf weiteres nur noch im Seebecken. Wie lange die Flussschiffahrt gesperrt bleibt, kann Knecht nicht abschätzen: «Das ist abhängig von Wetter und der Regulierung der Abflussmenge.» Letzteres sei ein manueller Eingriff.

Mässige Gefahr an der Glatt

Der Betrieb auf der Flussstrecke müsse zirka zehn bis zwanzig Mal pro Jahr eingestellt werden. Gefahr besteht in diesem Fall jedoch noch keine gemäss dem kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel). Der einzige Fluss im Kanton Zürich, der ein mässiges Gefahrenpotenzial aufweist, ist die Glatt bei Dübendorf mit einem Wert von zurzeit 12,8 Kubikmeter pro Sekunde. Bereits mitte Mai führte der starke Niederschlag zu einer Sperrung der Glattbrücke.

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