Johann Schneider-Ammann
Anerkennung gegenüber Schneider-Ammann

Der Langenthaler Stadtpräsident Thomas Rufener zieht nach dem Grossanlass ein positives Fazit: Er spricht von einem einmaligen Erlebnis.

Tobias Granwehr
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Solothurner Zeitung

Seit bald zwei Wochen darf sich Johann Schneider-Ammann Bundesrat nennen. Vergangenen Donnerstag feierte der Oberaargau dieses für die Region historische Ereignis. Schneider-Ammann ist der erste Vertreter der Bundesregierung aus dem Oberaargau. Wie viele Leute genau an der Bundesratsfeier teilnahmen, kann Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP), der die Organisation koordinierte, nicht sagen. Es dürften gegen 5000 Menschen gewesen sein, die im Stadtzentrum dem Fest beiwohnten. Mit dieser Besucherzahl habe die Stadt jedenfalls ungefähr geplant, sagt der Stapi.

Die Dimension bestimmen

Er sei begeistert gewesen vom überwältigenden Aufmarsch, sagt Rufener erfreut. Er wertet das als Zeichen der Anerkennung gegenüber Johann Schneider-Ammann. «Ich habe von vielen Besuchern positive Rückmeldungen erhalten.» Offenbar habe die Feier die Bevölkerung angesprochen. Und mit einem gewissen Stolz sagt der Stadtpräsident: «Mit der aufgebauten Infrastruktur haben wir die Lage richtig eingeschätzt.»

Die Organisation der Bundesratsfeier stellte für die Stadt eine Herausforderung dar, denn: Einerseits konnte die Stadt den Festtermin nicht selbst bestimmen und andererseits musste die Planung schon vor der Bundesratswahl in Angriff genommen werden, weil sonst die Zeit zu knapp geworden wäre. «In erster Linie mussten wir die Dimension des Anlasses bestimmen», erklärt Rufener. Ihm sei es ein Anliegen gewesen, die Bevölkerung der ganzen Region miteinzubeziehen und einzuladen. In die Organisation wurden zudem verschiedene Partner eingebunden – für das Rahmenprogramm in der Marktgasse und für die Verpflegung der Bevölkerung. Es gab gratis Getränke, Würste und Risotto.

Für den öffentlichen Anlass zeichnete Stadtbaumeister Urs Affolter verantwortlich; den offiziellen Teil in der Markthalle hatte Stadtschreiber Daniel Steiner unter sich. Rufener spricht von einem gelungenen Anlass in der Markthalle und einem «sehr professionellen Catering». Die Markthalle wurde laut dem Stadtpräsidenten «rausgeputzt» und teilweise frisch gestrichen. Dies auch aufgrund eines Postulats von Kurt Wyss, das der Stadtrat erst kürzlich überwies (wir berichteten). Bezüglich Infrastruktur und Technik hätte auf vieles verzichtet werden können, sagt Rufener. «Aber dann hätte die Bevölkerung die offizielle Feier nicht auf Grossleinwand sehen können.» Ihm sei es jedoch gerade darum gegangen, «diesen für Langenthal einmaligen Anlass würdig zu feiern».

Kosten noch unbekannt

Zu den Kosten konnte sich der Stadtpräsident noch nicht genau äussern. «Selbstverständlich wurden diese aber in die Planung miteinbezogen.» Will heissen: Es wurde nicht ins Blaue hinaus geplant. Mit einem sechsstelligen Betrag muss wohl gerechnet werden. Die Stadt werde sich noch zu den Kosten für die Bundesratsfeier äussern, sagt Rufener. Zudem werde sich der Gemeinderat noch damit beschäftigen müssen. Der Stapi versteht den Aufwand als Stadtmarketing, das in Langenthal sonst nicht speziell gepflegt werde. «Dieser Anlass hat für Langenthal eine positive Ausstrahlung in die Schweiz hinaus.»