Mehr Freiheiten
An der Zürcher Volksschule gibt es weniger obligatorische Schulmittel

Die Zürcher Schulgemeinden erhalten mehr Wahlfreiheit bei den Lehrmitteln. Obligatorische Lehrmittel sind künftig nur noch vorgesehen für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Religion und Kultur sowie Naturwissenschaft und Technik.

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Die Anzahl obligatorischer Schulmittel wird reduziert.

Die Anzahl obligatorischer Schulmittel wird reduziert.

Solothurner Zeitung

Der Bildungsrat des Kantons Zürich hat die Grundsätze der Lehrmittelpolitik überarbeitet und zum Teil neu definiert, wie er in seiner Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Die Umsetzung ist auf das Schuljahr 2014/15 vorgesehen.

In den Bereichen ohne Obligatorium können die Schulgemeinden die Lehrmittel neu selbst auswählen. Ausgebaut werde die Beteiligung der Lehrerinnen und Lehrer bei der Entwicklung neuer obligatorischer Lehrmittel, schreibt der Bildungsrat. Verstärkt werde die Mitwirkung in der Konzeptphase, bei der Erarbeitung der Lehrimittelinhalte und ihrer Erprobung im Unterrichtsalltag.

In der neu zusammengesetzten bildungsrätlichen Lehrmittelkommission werde die Lehrerschaft breiter vertreten sein. Die Kommission dient als Plattform für die Diskussion und die Rückmeldungen aus dem schulischen Umfeld.

Zur Umsetzung der Lehrmittelpolitischen Grundsätze ist noch eine Anpassung der Lehrmittelverordnung für die Volksschule aus dem Jahr Jahr 2000 nötig. Die Bildungsdirektion werde dazu eine Vernehmlassung durchführen, heisst es in der Mitteilung.

Lehrerschaft möchte mehr Einfluss

Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) ist «weitgehend zufrieden» mit der geplanten Lehrmittelpolitik, wie er in einem Communiqué schreibt. Dies gelte insbesondere für die Reduktion des Lehrmittelobligatoriums.

Der ZLV werde sich allerdings dafür einsetzen, dass die Verbände der Lehrpersonen künftig grösseren Einfluss auf die Lehrmittepolitik nehmen können als bislang vorgesehen.

Die ZLV bedauert, dass in den neuen Strukturen die Verbände nicht mehr fest eingebunden sind und die Fäden neu bei der Lehrpersonenkonferenz zusammenlaufen, schreibt er weiter. Dadurch würden bestehende Ressourcen vernachlässigt.