Langenthal
Alain Sutter im EM-Studio, nicht im Rankmatte-Beizli

«Alain Sutter erzählt aus seiner langjährigen Karriere im Fussballbusiness.» So lautete die Affiche der 22. Hauptversammlung der Senatorenvereinigung des Fussballclubs Langenthal. Doch Alain Sutter hatte absagen müssen

Hans Mathys
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Alain Sutter

Alain Sutter

Keystone

«Alain Sutter hat absagen müssen, weil er vom Schweizer Fernsehen als Gast ins EM-Studio eingeladen wurde», begründete Präsident Christian Nägeli die Absenz des populären Gastreferenten. Dass Sutter tatsächlich im Fernsehstudio weilte, sahen die 16 zur Versammlung erschienenen FCL-Senatoren beim Blick auf den TV-Bildschirm im Rankmatte-Beizli.

«Einigermassen zufriedenstellend» bezeichnete Nägeli den 2. Rang des FCL in der 2. Liga inter hinter dem Überflieger, dem FC Wettswil-Bonstetten. «Wir freuen uns auf attraktive Spiele in der neuen Saison», blickte Nägeli bereits voraus und gratulierte der von Peter Ruch trainierten 2. Mannschaft in der ersten Saison nach dem Aufstieg in die regionale 2. Liga zum guten Mittelfeldplatz.

«Wie sieht es personell mit dem FCL-Fanionteam aus?», wollte Senator Andreas Schärer wissen. Toni Widmer vom Staff des 2.-Liga-Inter-Teams: «Trainer Willy Neuenschwander wird wieder mit einem schlagkräftigen Team in die neue Saison starten.

Aktuell haben wir aber mehr Abgänge als Zuzüge. Den FCL verlassen werden Captain David Pallas, Torhüter Mathieu Wolownik, die Mittelfeldspieler Bledar Binaku und Luigj Nikaj sowie die beiden Akteure, die in der Winterpause vom FC Entfelden zu uns gestossen sind.»

Kassier Thomas Flury stellte die per 30. April 2012 abgeschlossene Jahresrechnung 2011/12 der FCL-Senatoren vor. Diese schliesst mit 1000 Franken Defizit ab. In den 26900 Franken, die an den FCL-Hauptverein ausgerichtet wurden, sind total 4000 Franken für die Trainingslager der 1. und 2. Mannschaft sowie eine Aufstiegsprämie von 1500 Franken (Essen bei Senatoren-Mitglied Pizzeria Da Luca, Bahnhof, Langenthal) für die 2. Mannschaft enthalten.

Flury lobte die Zahlungsmoral der FCL-Senatoren: «Ich musste keine einzige Mahnung beziehungsweise Zahlungserinnerung verschicken.» Das Vermögen der FCL-Senatoren beträgt Ende April 25000 Franken.

«Gemäss Statuten soll nicht Geld gehortet werden. Vielmehr soll dieses möglichst nachhaltig investiert werden, wie wir dies mit der Finanzierung eines Lichtmastes auf der Rankmatte taten», so Flury.

Die Versammelten stimmten sowohl der Rechnung 2011/12 als auch dem Budget 2012/13 zu. Letzteres sieht ein Defizit von 8370 Franken vor. Der Mitgliederbestand sank bei fünf Austritten und einem Eintritt von 109 auf 105.

In der Regel werden die Vorstandsmitglieder der FCL-Senatoren jeweils für vier Jahre gewählt. Weil Wahlen letztmals 2008 erfolgten, war 2012 wieder Wahljahr. Christian Nägeli (Präsident), Thomas Flury (Kassier), Peter Moll (Veranstaltungen), Toni Widmer (Beisitzer) und Remo Rudiger (Vertreter FCL) stellten sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Alle wurden mit Applaus wiedergewählt.
Demissioniert hat Sekretär Willy Glauser.

Die Versammlung wählte an seiner Stelle Milan Leu neu in den Vorstand. Nach den Geschäften wurde beim Grillplausch gefachsimpelt. In welche Gruppe der FCL eingeteilt wird, will der Fussballverband ab 19. Juni kommunizieren.