Leserwandern: 1. Etappe
Ab nach draussen! Die Kinder waren die Stars auf der ersten Etappe

Keiner zu klein, ein Leserwanderer zu sein: 140 Teilnehmer begleiteten uns auf der 1. Etappe von Gipf-Oberfrick nach Frick, darunter 30 wissbegierige Kinder.

Maria Brehmer
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Fröhliche Gesichter beim ersten Leserwandern der diesjährigen Ausgabe.
22 Bilder
Um 140 Leserwanderinnen und Leserwanderer zu begrüssen, braucht es ein Megafon: Roman Würsch und Maria Brehmer, Projektleiter Leserwandern der «az Nordwestschweiz».
Zahlreiche Kinder brachten viel Leben in die bunte Gruppe.
Von Gipf-Oberfrick nach Frick über Stock und Stein.
Leserwandern 2017: 1. Etappe
Gut ausgerüstet – und stolz wie die Grossen: David, Simon und Cyril (v.l.) aus Eiken schaffen in dieser Profi-Wandermontur mindestens noch weitere 10 Kilometer.
Einfach schon, so ein faszinierter Kinderblick.
Auf dem Sinnespfad von Gipf-Oberfrick heisst es: Ausprobieren!
Viele glückliche Kinder: Wenn sie spielen dürfen, gefällt ihnen jede Wanderung.
In der Mittagspause gab es Alphornklänge zu hören.
Ella und Kathrin. Schon letztes Jahr auf sechs Wanderungen dabei, davon viermal mit Bild in der az, freuen sie sich.
Schnell bilden sich Pärchen bei Klein und Gross.
Eeeechoooooo
Gemütlich, aber angeregt: Fröhlicher Start der Familienwanderung.
Aufstieg mit Weitsicht
"Chosle" auf dem Sinnespfad 💦 Die Kleinen freuts!
Miss Leserwandern - Maria Brehmer - ist bereit.
Grosser Andrang: Es werden Leserwander-Käppi verteilt.

Fröhliche Gesichter beim ersten Leserwandern der diesjährigen Ausgabe.

Mario Heller

Lautes Lachen tönt aus dem Wald. Das Lachen von Kindern, die Spass haben. Die ausgelassen toben, einander hinterherjagen – die in der freien Natur sind eben. «Draussen kann ich so spielen, wie es drinnen einfach nicht geht», sagt David. Der Siebenjährige grinst. Er schielt zu seinen Gspändli. Er möchte wieder losrennen – weg von der Journalistin, rein in den Wald.

Zufriedene Kinder – zufriedene Eltern!

David ist eines von 30 Kindern, die uns auf der ersten Etappe des diesjährigen Leserwanderns begleiten. Zum Auftakt der achten Ausgabe führen uns die Wanderleiter auf den Sinnespfad von Gipf-Oberfrick – wir sind unterwegs auf Wegen, die den Entdeckergeist wecken. Das ist das Geheimnis von Familienwanderungen: Unterhalte die Kinder, dann sind auch die Eltern entspannt.

«Es geht um die Kinder»

In entspannte Gesichter blicken wir bereits beim Start im Dorf Gipf-Oberfrick: Neben den 30 erwartungsvollen Kindergesichtern sind es auch noch 110 Gesichter von Erwachsenen, die Rolf Cavalli, stellvertretender Chefredaktor der «az Nordwestschweiz», an diesem Morgen begrüsst. Darunter sind Stammgäste, Kurzentschlossene, Neu-Leserwanderer. Doch für alle gilt heute das gleiche, schärft Wanderleiter Toni Niedermann ein: Es geht um die Kinder. Darum wollen wir langsam laufen. Und uns mindestens so viel Zeit für die Posten auf dem Erlebnisweg nehmen, wie für die Wanderung alleine.

Familienwanderungen – so gehts:

- Binden Sie Ihre Kinder bei der Planung der Wanderung ein: Worauf haben sie Lust? Was macht ihnen Spass?

- Rechnen Sie genügend Zeit für die Wanderung ein. Kinder laufen langsam und sollen ihre Umgebung erkunden können. Am besten doppelt so viel, wie auf den Wegweisern angegeben ist.

- Seien Sie flexibel: Die Verfassung der Kinder kann sich plötzlich ändern. Abkürzungen müssen möglich sein, Wetterumschwünge können Kindern Angst machen.

- Bieten Sie Ihren Kindern Abwechslung. Laufen Sie lieber einen Themen- oder Erlebnisweg als eine stundenlange Tour durch steiles Gelände. Eintönige Wegabschnitte können mit Rate- und Singspielen überbrückt werden.

- Machen Sie Pausen, nehmen Sie ein leckeres Picknick mit.

- Kinder wollen gut ausgerüstet sein. Schuhe, Sonnen- und Regenschutz sowie Ersatzkleidung müssen unbedingt mit. Rucksäcke tragen Kinder übrigens gerne selber.

Denn: Was Erwachsenen am Wandern gefällt, muss Kindern noch lange nicht gefallen. Ein langer Aufstieg? Mühsam. Eine schöne Aussicht? Langweilig. Aber ein Themen- oder Erlebnisweg: mega spannend. Barfuss über den Waldboden laufen, am Wasserbecken Schleusen bauen, die heimischen Hölzer erfühlen: So ist die knapp sieben Kilometer lange Strecke der ersten Etappe auch für die Kleinen ein kurzweiliger Spaziergang. «Ist es noch weit?» Diese Frage hören wir heute nicht einmal. David aus Tecknau kraxelt lieber noch den Felsen hoch.

Die Kleinen sensibilisieren

Erlebniswege wie der Sinnespfad von Gipf-Oberfrick öffnen den Zugang zur Natur, erzählen Geschichten, stillen den Wissensdurst der Kinder. Draussen findet Lernen auf geistiger und körperlicher Ebene statt, die Kleinen sensibilisieren sich für die Umwelt und erkennen die Zusammenhänge. Was heute nach durchdachter Erziehungsmethode klingt, war wohl für manchen von uns früher noch Erziehungsalltag.

Ein guter Grund also, um dieses Jahr fünf Familienwanderungen anzubieten. Die Wanderzeiten auf diesen Etappen sind kürzer, der Wegverlauf einfach und die Themen dafür umso vielfältiger: Im Naturpark Thal laufen wir den Holzweg, in Staufen fahren wir auf der Gartenbahn, in Reinach wandern wir den Märliweg, im Freiamt den Sagenweg. Lautes Kinderlachen inbegriffen – entspannte Elterngesichter auch.

Am Freitag steht die 2. Etappe an: Seien Sie dabei, wenn es von Büren nach Liestal geht.

Auch die restlichen elf Leserwanderungen sind dieses Jahr auf die Bedürfnisse unserer Mitwanderer zugeschnitten: Auf den Königsetappen sind viele Höhenmeter inbegriffen, damit werden wir den Wander-Routiniers gerecht. Unsere fünf Abendwanderungen beginnen erst nach Feierabend und sind so auch für Berufstätige möglich.

Wettbewerb: Schicken Sie uns Ihr liebstes Wanderfoto

Schicken Sie uns Ihr Leserwandern-Foto auf leserwandern@azmedien.ch oder markieren Sie es in den sozialen Medien mit #Leserwandern. Unter allen Einsendungen verlosen wir ein Wochenende im Solbadhotel Sigriswil.

Bis bald – wir sehen uns draussen!