Atomdebatte
Aargau will Debatte über Richtplan für AKW Beznau vertagen

Der Grosse Rat soll darüber entscheiden, ob die für Dienstag geplante Debatte im Kantonsparlament über die Anpassung des Richtplans für ein neues AKW Beznau vertagt werden soll. Die Regierung ist dafür.

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Das Kernkraftwerk Beznau gehört dem Stromkonzern Axpo (Archiv)

Das Kernkraftwerk Beznau gehört dem Stromkonzern Axpo (Archiv)

Keystone

Die Aargauer Regierung will nach den Unfällen in japanischen Atomkraftwerken die für Dienstag geplante Debatte im Kantonsparlament über die Anpassung des Richtplans für ein neues AKW Beznau vertagen. Die unklare Lage in Japan und das sistierte Rahmenbewilligungsverfahren beim Bund haben zu diesem Entscheid geführt, wie der Regierungsrat am Montag mitteilte. Zwei Geschäfte sollen von der Traktandenliste gestrichen und vorläufig sistiert werden.

Auf der Traktandenliste des Grossen Rates waren die Anpassung des Richtplans für ein AKW in Beznau sowie ein neues Wasserkraftwerk auf der Aareinsel Beznau aufgeführt. Ob sie von der Liste gestrichen werden, entscheidet nun das Büro des Grossen Rates. Die Regierung will diese Traktanden wieder bringen, sobald ein Zusatzbericht über die Folgerungen aus den Ereignissen in Japan für AKW-Ersatzvorhaben vorliegt. Zudem will die Regierung abwarten, wie der Prozess der Rahmenbewilligungsverfahren fortgeführt wird.

Bereits am Sonntag hatte die SP Aargau einen sofortigen Stopp aller Planungsarbeiten für den Neubau von weiteren Atomkraftwerken in der Schweiz gefordert. Die Schweizer Demokraten kündigten zudem eine Interpellation betreffend Sicherheit in Atomkraftwerken an. (SDA)