Schlieren
5300 Rote Nasen ermöglichen Solvita-Ausflüge

Am Schlierefäscht Anfang September verkauften der Gemeinderat und der Stadtrat insgesamt 5300 rote Nasen. Der Erlös der Sammelaktion fliesst in eine Projektwoche der Behindertenstiftung Solvita.

Florian Niedermann
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Die roten Nasen waren am Schlierefäscht prominent vertreten. fni

Die roten Nasen waren am Schlierefäscht prominent vertreten. fni

Florian Niedermann

Sie sind rot, aus Schaumstoff und prägten das Schlierefäscht 2015 genauso wie die «Spider Murphy Gang» oder das Wasserspiel auf dem Stadtplatz: die roten Clown-nasen, die sich unzählige Besucher aufsetzten. Die Aktion «Roti Nase» diente in erster Linie aber einem guten Zweck.

Der Erlös des Verkaufs kam der Urdorfer Behindertenstiftung Solvita zugute. Vor kurzem überreichte Rolf Wild, der Chef des Schlierefäscht-Organisationskomitees, nun der Stiftung einen Check in der Höhe von 22 184 Franken, wie das OK in einer Medienmitteilung schreibt.

Wild sagt auf Anfrage, dass insgesamt rund 5300 rote Nasen verkauft worden seien.

«Das war in erster Linie dem Schlieremer Gemeinderat und dem Stadtrat zu verdanken, die hauptsächlich für den Verkauf zuständig waren», erklärt er. Der Grund für die Aktion sei gewesen, dass man am Schlierefäscht auf ein Festabzeichen verzichtet habe, sagt Wild: «Wir fanden es besser, wenn die Besucher stattdessen für einen wohltätigen Zweck spenden.»

Bei der Übergabe bedankte sich Peter Voser, Schlieremer alt Stadtpräsident und Präsident der Stiftung Solvita, für «die tolle Idee, das grosse Engagement und die daraus resultierende Unterstützung», wie es in der Mitteilung heisst.

Und Solvita-Geschäftsführer Martin Ritter lobte das OK für seine Unterstützung, die weit über die Solidaritätsaktion hinausging. Menschen mit Behinderung seien aktiv ins Fest einbezogen und das gesamte Festgelände behindertengerecht eingerichtet worden, zitiert das OK den Geschäftsführer.

Projektwoche mit Tieren

Mit den über 22'000 Franken finanziert die Stiftung im kommenden Jahr eine Projektwoche rund um das Thema «Tiere» für 85 beeinträchtigte Personen. Konkret seien 15 verschiedene Angebote, von der Kutschenfahrt über ein Lama-Trekking bis zum Zoobesuch, vorgesehen, sagt Markus Feil, der bei der Stiftung für die Organisation der Projektwoche zuständig ist.

«Die Betreuten könnten dabei frei wählen, ob und an welchen Ausflügen sie teilnehmen werden», erklärt er.

Erfahrungsgemäss koste eine solche Projektwoche rund 25'000 Franken, die jeweils dem Spenden-Fonds entnommen würden. Dieses Jahr werde man diese Geldquelle dank der Aktion «Roti Nase» aber wohl nicht anzapfen müssen, sagt Feil: «Die Kosten der Ausflüge vom Eintrittsgeld bis zur Verpflegung unterwegs sind sicher gedeckt.»

Die Stiftung Solvita führt eine solche Projektwoche nun bereits zum fünften Mal durch. Die erste fand im Jahr 2006 statt.

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