Zürcher Regierungsrat
13 Millionen für Jugendsport, Vorbehalte gegen Hochschulförderungsgesetz

Der Kanton Zürich unterstützt im nächsten Jahr den Jugend- und Breitensport mit insgesamt 13 Millionen Franken. Regierungsrat stimmt ausserdem dem neuen Hochschulkonkordat zu, hat jedoch Vorberhalte.

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13 Millionen Franken für den Jugend- und Breitensportim Kanton Zürich.

13 Millionen Franken für den Jugend- und Breitensportim Kanton Zürich.

Oliver menge

Der Kanton Zürich unterstützt im nächsten Jahr den Jugend- und Breitensport mit insgesamt 13 Millionen Franken, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Das Geld stammt aus dem kantonalen Sportfonds, der aus Gewinnanteilen von Swisslos gespiesen wird.

Dem Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) als Dachverband der Zürcher Sportverbände werden 5 Millionen Franken überwiesen. Mitfinanziert werden damit die Anschaffung von Sportmaterial, der Bau- und die Erneuerung von Sportanlagen sowie Ausbildung, Kurse und Jugendlager. Als Betriebsbeitrag an das Defizit des Sportzentrums Kerenzerberg erhält der ZKS zusätzlich einen Betrag von rund 840'000 Franken.

Für die Unterstützung des Baus von Sportanlagen durch Gemeinden und Dritte bewilligte der Regierungsrat etwas mehr als 1,3 Millionen Franken. Unterstützt werden damit der Neubau der Freestyle-Anlage in der Stadtzürcher Allmend sowie die Primarschule Rickenbach, die mit einem Unterstützungsbeitrag für den Neubau der Mehrzweckhalle Hofacker rechnen darf, wie es in der Mitteilung heisst.

Zusätzlich zu den über 13 Millionen Franken aus dem Sportfonds zahlt der Kanton 3,6 Millionen Franken für Abschreibungen, Zinsen und den Unterhalts- und Sachaufwand an den Anlagen und Gebäuden des kantonalen Sportzentrums im Kerenzerberg.

In eigener Kompetenz entschieden hat die Sicherheitsdirektion zudem über die Abgeltung des Leistungsauftrages an den ZKS, besondere Aktivitäten, Veranstaltungen und Projekte des Jugend- und Breitensports sowie für die Förderung des Nachwuchssports.

Vorbehalte gegen Hochschulförderungsgesetz

Der Zürcher Regierungsrat stimmt dem neuen Hochschulkonkordat und einer Zusammenarbeitsverbeinbarung zwischen Bund und Kantonen in den Grundzügen zu. Allerdings hat er Vorbehalte gegenüber dem neuen Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz (HFKG), wie er in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Wichtig ist der Zürcher Regierung, dass die Kantone in Hochschulorganen angemessen vertreten sind. Sie fordert in ihrer Vernehmlassungsantwort an die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), dass die Kantone mit den grössten Studierendenzahlen Einstz im Hochschulrat nehmen.

Ferner solle die Vereinbarung über das Hochschulkonkordat erst in Kraft treten, wenn mindestens 18 Kantone dabei sind, darunter alle Universitätskantone. Zudem wünscht der Regierungsrat in der Zusammenarbeitsvereinbarung eine genauere Regelung der Geschäftsführung.

Sanierungskredit für Haus zum Rechberg

Der Zürcher Regierungsrat hat für die Sanierung des Hauses zum Rechberg in Zürich eine zusätzliche gebundene Ausgabe von 2,885 Millionen Franken bewilligt. Die Gesamtkosten für die Instandstellung belaufen sich damit auf 19,585 Millionen Franken.

Das Haus zum Rechberg am Hirschengraben wird seit April dieses Jahres instand gestellt. Das Hauptgebäude wird künftig für repräsentative Aufgaben sowie von den Parlamentsdiensten genutzt. Die Nebengebäude stehen den kantonsrätlichen Kommissionen zur Verfügung. Der Bezug ist auf Februar 2014 vorgesehen.

Nachträglich hat die Geschäftsleitung des Kantonsrates den Wunsch geäussert, die Gebäudehülle zeitgleich mit der laufenden Instandsetzung zu sanieren, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Damit soll verhindert werden, dass in den nächsten 20 Jahren namhafte baulichen Massnahmen anfallen, die zu Störungen des Verwaltungsbetriebes führen würden.

Mit dem nachträglich vom Regierungsrat bewilligten Kredit wird das Dach vollständig abgedeckt und instand gesetzt. Die ehemalige Dachgeschoss-Wohnung wird mit einer Wärmedämmung versehen, und zahlreiche kleine Schäden an der Sandsteinfassade werden behoben. Durch die zeitgleiche Sanierung könnten Synergieeffekte ausgeschöpft und Kosten eingespart werden, schreibt die Regierung.

Das Haus zum Rechberg gehört zusammen mit dem Zunfthaus zur Meisen an der Limmat zu den bedeutendsten "Barockpalais" auf Zürcher Gebiet. Seit 1899 ist das Ensemble Rechberg, Palais, Nebengebäude und Garten im Eigentum des Kantons.