BirdLife - Naturschutz Brugg und Umgebung
Wissenswertes über Frosch & Co.

Marcel Hartmeier
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Gelbbauchunke Grösse 3.5 - 5 cm; Oben sandgrau, mit dichten Warzen bedeckt. Unterseite graublau mit grossen gelben Flecken
Erdkröte 7.5 - 10 cm; Oben braun bis olivfarbig, sehr variabel, dicht mit Warzen bedeckt. Unterseite grau, dunkel gefleckt
Grasfrosch 6 - 10 cm; Färbung braun oder rötlich- bis gelbbraun, häufig mit dunklen Flecken.
Feuersalamander 14 - 17 ( 20 ) cm; Oberseite glänzend gelb ( bis rot ) und schwarz gefleckt. 2 Unterarten: Gebänderter- und gefleckter Feuersalamander

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Dietmar Marty

BRUGG (fi/mh) - Die Amphibien oder Lurche sind die stammesgeschichtlich älteste Klasse der Landwirbeltiere. Viele Arten verbringen zunächst ein Larvenstadium im Wasser und gehen nach einer Metamorphose zum Leben an Land über. Viele Lurche sind nachtaktiv. Dadurch schützen sie sich vor Fressfeinden und halten den Flüssigkeitsverlust durch die Haut gering.

Von diesen spannenden Tieren hat der Naturfotograf und Amphibienkenner Dietmar Marty aus Nussbaumen in seinem Vortrag erzählt, zu dem ihn Birdlife Brugg und Umgebung in den Rathaussaal Brugg eingeladen hatte.

Marty berichtete, dass in der Schweiz noch 19 heimische Lurchen Arten zu zählen seien – weltweit sind es gut 7000.

Rekordhalter bei den Fröschen ist der Goliathfrosch mit 30 Zentimetern Länge und 3 Kilogramm Gewicht. Die grösste Kröte misst 20 Zentimeter und wiegt 2 Kilogramm. Die bei uns häufige Erdkröte kann bis zu 40 Jahre alt werden. Der Grasfrosch, der recht unterschiedlich gefärbt sein kann, ist bis auf eine Höhe von 2500 Metern anzutreffen.

Unterschieden werden Schwanzlurche und Froschlurche.

Vertreter der Schwanzlurche

Der Vorstellungsreigen begann mit den Molchen, die keine Stimme haben, teilweise über die Haut atmen und gut sehen können. Da war von Bergmolchen, Teichmolchen, Feuersalamandern, Kamm- und Fadenmolchen die Rede. DieTiere sind unterschiedlich wärmeliebend und kommen im Frühjahr gestaffelt aus dem Winterquartier. Sie bedürfen - insbesondere für die Fortpflanzung - eines Netzes von Stehgewässern, die teilweise auch austrocknen dürfen. Sie sind standorttreu und haben einen begrenzten Aktionsradius. Bei den Feuersalamandern, die nicht Laich, sondern Larven ins Gewässer ablegen, unterscheidet man gebänderte und gefleckte Tiere. Diese gelbe Zeichnung auf dem schwarzen Körper ist wie ein Fingerabdruck unverwechselbar.

Vertreter der Froschlurche

Der Grasfrosch, der recht unterschiedlich gefärbt sein kann, ist bis auf eine
Höhe von 2500 Metern anzutreffen. Frösche legen ihren Laich in Ballen ab, Erdkröten in Schnüren. Die Paarung erfolgt meist in jenem seichten Gewässer, in dem die Tiere selber zur Welt gekommen sind. Oft ertrinkt das Weibchen unter der Last mehrerer Mäinnchen. Dietmar Marty berichtete von der Vermehrung und Durchmischung von Wasser See-und Teichfröschen. Dabei sei keine "Übervölkerung" zu befürchten, da es sich um begehrtes Futter der Graureiher handelt. Bemerkenswert ist auch die Gelbbauchunke die sich an den herzförmigen Pupillen erkennen lässt. Die Geburtshelferkröte ist zu ihrem Namen gekommen, weil das Männchen den Laich mit sich herumträgt, bis die schlüpfenden Larven ins Wasser entlassen werden.

Der gut besuchte Vortrag war von ausgezeichneten Bild- und Tondokumenten begleitet. Am 5. April wird die von BirdLife Brugg organisierte Veranstaltung mit einer Abendexkursion abgerundet.

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