Natur - und Vogelschutzverein
Wir bauen miteinander ein Wildbienenhotel

Claudio Puppis
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Fleissig wie die Wildbienen – so waren Kinder und Erwachsene letzten Mittwochnachmittag, 29. April auf dem Pausenplatz der Primarschule in Turgi. Zusammen haben sie ein Wildbienenhotel gebaut. Dank sechs Mitglieder des NVV Turgi, die diesen Anlass organisiert und geleitet haben, wurde von 14 bis 17 Uhr gebohrt, geschnitten, geschliffen und gefragt. Claudio Puppis vom Vorstand des NVV Turgi begrüsst die 35 Interessierte und erzählt allerhand Wissenswertes über Wildbienen. Wildbienen leben, anders als Honigbienen, meist einsiedlerisch. Für ihre Nisthöhlen brauchen sie geschützte Hohlräume. Wenn die nicht schon bestehen, nagen sie Löcher in Erdboden, Totholz, Pflanzenstängel, Schneckenhäuser oder Mauerspalten. Knapp 600 Wildbienenarten leben in der Schweiz, davon rund die Hälfte im Siedlungsraum. Viele Wildbienen leben in Symbiose mit einer einzigen Pflanzenart, die sie bestäuben und die ihnen im Gegenzug als Nahrungsquelle dient. Leider sind heute viele Wildbienenarten vom Aussterben bedroht, da unter anderem die Lebewelt der Wildbienen immer mehr verbaut und ihr Nahrungsangebot knapp wird. «Wann können wir endlich bohren?» fragt ein kleiner Knabe schon ganz ungeduldig. Seine Augen glänzen beim Anblick der vielen Holzklötze, Bohrer, Handsägen und Schilfstängel. In vier Gruppen wird nun Schilf und Bambus geschnitten und verschieden grosse Löcher in das Holz gebohrt. Ebenso können einige Wildbienenarten und ihre Lebensweise kennengelernt werden. Neben dem gemeinsamen und dem eigenen Wildbienenhotel entstehen wunderschöne Kreidezeichnungen auf dem Pausenplatz zum Thema. Natürlich wird auch viel gefragt. «Was passiert genau im gebohrten Loch wenn eine Wildbiene ihre Eier darin ablegt?» «Wo ist der beste Standort für ein Wildbienenhotel?» «Können Wildbienen auch stechen?» «Und wie viele Wildbienenarten gibt es überhaupt in der Schweiz?» Anhand von Bildern wird gezeigt was im Inneren eines Wildbienenhotels passiert. Geeignete Standorte für ein Wildbienenhotel sind in erster Linie gut gesonnte, südwest- bis südostexponiert und vor Regen geschützte Stellen. Menschen brauchen keine Angst zu haben vor Wildbienen, denn sie greifen nie von sich aus an. Sie stechen höchstens dann, wenn sich die Weibchen bedroht fühlen. Zum Schluss meint eine Teilnehmerin: «Wildbienen liegen voll im Trend. Ich werde nun meinen Garten „Wildbienen-gerecht“ gestalten!» Uns freut`s – denn mit dem Bau von Nistkästen werden nicht nur die immer seltener werdenden Wildbienen gefördert, sondern auch das Fortbestehen bestimmter Wildpflanzenarten gesichert.

Nathalie Bossi, Text für den Vorstand NVV Turgi

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