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Windischer Damen waren "Sieger der Herzen"

Die Damen des FC Windisch unterliegen im Aargauer Cup-Final mit 0:5

Marcel Siegrist
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Zum zweiten aufeinander folgenden Mal standen die Windischerinnen am Auffahrtsdonnerstag im Aargauer Cupfinal in Aarau. Und zum zweiten Mal hiess der Gegner FC Aarau, diesjähriger souveräner Aufsteiger in die erste Liga. Die Aarauer haben sich auf die Rückrunde noch mit Spielerinnen verstärkt und sich als klares Ziel den baldigen Aufstieg in die NLB gesetzt. Schon im Vorjahr konnten die Aarauerinnen den Titel holen und die Rollen waren dieses Jahr noch eindeutiger verteilt - Windisch war der klare Aussenseiter.
Wunder von Aarau?
Nichtsdestotrotz glaubte man in den Windischer Reihen an eine mögliche Sensation, und je näher der Anpfiff kam, desto mehr stiegen Vorfreude und Nervosität. Mit voller Leistung war alles möglich - und weshalb heute nicht ein „Wunder von Aarau"?
Über lange Strecken ausgeglichen
Bei hitzigen Temperaturen und vor zahlreichen Fans ging es dann um 14.30 Uhr los - und trotz der Aussenseiterrolle konnten die Windischerinnen die ersten beiden Torchancen verbuchen, doch leider reichte es nicht ganz zum Torerfolg. So waren es dann die Damen des FC Aarau, die nach 25 ausgeglichenen Minuten das erste Tor erzielten. Innerhalb von 10 Minuten konnte die sehr offensive Mannschaft des Heimteams auf 3:0 erhöhen, und es fiel den Windischer Damen schwer, ihr Spiel bis zur Pause hin noch einmal aufzubauen - vieles wollte einfach nicht klappen.
Nach der Pausenrede von Trainer Raimondo „Remi" Ponte kam noch einmal frischer Wind ins Spiel der Windischerinnen, der Spielaufbau funktionierte wieder besser und wiederum kam man zu Torchancen - leider weiterhin ohne Erfolg. Aber auch den Aarauerinnen gelang nicht mehr alles wunschgemäss; erst in der 77. Minute trafen diese wieder und blieben bis zur letzten Minute, in der sie das 5:0 erzielten, überlegen. Bedenkend, dass der DFC Windisch über lange Strecken mithalten und sich Chancen erspielen konnte, ist dieser Sieg sicher etwas zu hoch ausgefallen. Für die Windischer Damen trugen auch das Pech und gewisse Schiedsrichterentscheide zu dieser schlussendlich eindeutigen Niederlage bei.
Champagner gab's trotzdem
Trotz der Enttäuschung öffneten die Windischerinnen schon bald ihre Champagnerflaschen und liessen sich, als Zweitplatzierte und „Sieger der Herzen", dem Slogan auf ihren neuen Cupfinalshirts, feiern, während die Sieger mit Rivella auf ihren Titel anstiessen. Und das Ziel für nächstes Jahr ist auch schon klar - den Pokal endlich, endlich nach Windisch holen.