NLA-Unihockey
Wiler-Ersigen startet mit drei Heimspielen ins neue Jahr – Die Bewährung fürs junge Team steht an

Wiler-Ersigen möchte auch im neuen Jahr möglichst oft jubeln. Gleich mit drei Heimspielen innerhalb von acht Tagen (zweimal Meisterschaft, einmal Cup-Halbfinal) startet der Meister ins neue Unihockey-Jahr.

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Wiler-Ersigen startet ins neue Unihockey-Jahr

Wiler-Ersigen startet ins neue Unihockey-Jahr

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Nichts also mit einem gemächlichen Herantasten nach den Feiertagen, das Motto lautet viel mehr: «Achtung, fertig, los!» Das Achtung gilt für die Partie von Samstag in Zuchwil (19.00 Sportzentrum) gegen die Kloten Jets. Als Leader ist ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten für den SVWE Pflicht.

Duell mit GC ist wegweisend

Die klare Ausgangslage, der Wiedereinstieg nach der Pause und das sonntägliche Duell gegen Cupsieger GC sind die Fallgruben für den Favoriten. Tags darauf gegen GC (18.00 ebenfalls in Zuchwil) muss mit einen allfälligen Herantasten endgültig fertig sein, denn im Duell Meister vs. Cupsieger werden für die Berger-Truppe die Weichen für einen allfälligen Qualifikationssieg gestellt.

Gelingt ein Sieg über die Zürcher dann wird der SVWE als Leader in die Schlussphase der Qualifikation starten und hat von allen Spitzenteams auf dem Papier das einfachste Schlussprogramm, weil keine Direktbegegnung mehr mit der Konkurrenz (Tigers, Köniz, Malans, GC) ansteht.

Dominanz trotz Verjüngung

Definitiv los mit der «crunch –time» geht es dann am Samstag, 13. Januar in der Grossmatthalle in Kirchberg (19.00), wenn der Cuphalbfinal gegen Chur Unihockey ansteht. Ab dann wird sich zeigen, ob das stark verjüngte Team schon bereit ist, auch in den wichtigen Spielen an die Erfolge der grossen SVWE-Dynastie des letzten Jahrzehnts anzuknüpfen.

Dass die Equipe nach den Abgängen von Routiniers und Leaderfiguren wie Zimmermann und Fankhauser, Skorern wie Mendelin und Lastikka oder Kämpfern wie Sebek und Steffen die Qualifikation bis lang derart dominieren würde, ist doch einigermassen erstaunlich.

Das Kollektiv als Stärke...

Das «Geheimnis» heisst dabei ganz klar Kollektiv. Mit dem «ewigen Platzhirsch» Matthias Hofbauer findet man den ersten Wiler Spieler erst auf Rang zwölf (!) der Skorerliste. Dies obwohl nur zwei Teams mehr Tore erzielt haben als der Titelverteidiger.

Immer wieder waren also andere Spieler zur Stelle, welche die Partien entschieden und die Basis der besten Defensive der Liga in Siege ummünzen konnten.

...aber gleichzeitig auch Schwäche?

Die Frage bleibt indes, ob es auch in der der entscheidenden Meisterschaftsphase genügen wird mit dem Kollektiv zu brillieren. Die grosse Stärke könnte ganz rasch zu einer Schwäche werden.

Es sei denn, in Cup und den Playoffs werden neue «Helden» geboren. Kandidaten gibt es einige, allerdings bleibt abzuwarten, wer bereit sein wird im Schweizer Unihockey eine dominierende Rolle zu übernehmen.

Wenige Spieler in der Nati

So sieht es auch Natitrainer David Jansson. Er dürfte wohl kaum mehr als zwei SVWE-Spieler für die WM-Qualifikation Ende Januar in Lettland aufbieten. Für ein Team, welches die Liga mit fünf Punkten anführt, eine mehr als bescheidene Zahl. Ein Quervergleich zum Eishockey, wo der SCB wohl rund einen Drittel der Olympiafahrer stellen wird, verdeutlicht dies.

Man traut dem «Frieden» um den neuen SVWE also noch nicht, auch nicht an «oberster Stelle». Am Team und seinen zahlreichen Nachwuchstalenten ist es zu beweisen, dass sich die Zweifel in Luft auflösen. Am besten bereits in den drei ersten Heimspielen des neuen Jahres: Achtung, fertig, los! (msl)