Forum der Älteren
Wie unterstützt der Stadtrat die Mobilität der Bevölkerung?

"Mobilität ist die Voraussetzung für autonome Lebensgestaltung sowie die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und wird unterstützt" So heisst der 6. Leitsatz im Altersleitbild der Stadt Aarau.

Christian Fritschi
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Wie unterstützt der Stadtrat die Mobilität der Bevölkerung?

„Mobilität ist die Voraussetzung für autonome Lebensgestaltung sowie die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und wird unterstützt." So heisst der 6. Leitsatz im Altersleitbild der Stadt Aarau.

Am Treff 50plus von FORÄRA diskutierten Einwohner und Einwohnerinnen über die aus diesem Leitsatz abgeleiteten Massnahmen, die vom Stadtrat genehmigt worden waren. Und stolperten schon über die erste Massnahme: "Quantitative und qualitative Überprüfung der Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum." Welche Kriterien, Masse gelten für eine altersgerechte Sitzmöglichkeit? Es gibt zur Zeit keine, war die ernüchternde Erkenntnis nach einer Umfrage bei Procap und der Schweizerischen Beratungsstelle für Hilfsmittel für Behinderte in Oensingen. Wer soll nun was überprüfen?

Ein weiteres Thema war der „Busbetrieb für alle". Noch immer werden die Busse bei einer Haltestelle nicht automatisch abgesenkt. Ausserdem wird befürchtet, dass es keine Haltestelle mehr in der Altstadt gibt. Für Gehbehinderte sind diese aber unverzichtbar. Gegenüber FORÄRA lautete die Forderung der Treffteilnehmer, möglichst früh mit den Busbetrieben Kontakt aufzunehmen und den neuen Busfahrplan in der Stadt zu beurteilen, um allfällige Schwachpunkte aufzuzeigen.

Ein anderes Diskussionsthema war das „Universal Design", dessen „Anforderungen in den öffentlichen Räumen möglichst erreicht werden sollen". Die Anwesenden fragten sich, was das für Anforderungen sind, die für städtische Liegenschaften und private Projekte gelten sollen. Auch da wusste niemand Bescheid trotz vorherigen Erkundigungen. Die Diskussionsrunde endete leicht orientierungslos und frustriert. Der Massnahmenplan Mobilität wird selber als flexibel und mobil wahrgenommen. Er wirft vor allem Fragen auf, die man gerne von den zuständigen Stellen in der Stadt beantwortet hätte.

Katharina Gamp, Aarau