Männerriege Villigen (Wandergruppe Villigen)
Welch herrlicher Herbsttag, haben wir das verdient?

Bruno Leibacher
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Tourenbericht Lenzburg-Staufberg-Suhr 26.Oktober 2017

Es war eine stattliche Anzahl Wanderinnen und Wanderer nämlich 28, welche Ernst Walz, der diesmalige Wanderleiter begrüssen konnte. Mit Bus und Zug fuhren wir nach Lenzburg, wo die Wanderung begann. Das Wetter war gut, aber Nebeldunst der Jahreszeit entsprechend verdeckte noch die Sonne. Vom Bahnhof Lenzburg gings Richtung Staufberg welcher bald in den Vordergrund rücken sollte jedoch noch ziemlich im Nebel verborgen war. Die Form des Hügels erinnert an einen umgekehrten Kelch. Im Althochdeutschen heisst Kelch Stouf, woraus sich der Name Staufberg entwickelte. Der Aufstieg war ziemlich steil, aber es schafften es alle raufzukommen. Oben angelangt besichtigten wir die interessante Kirche mit den berühmten Glasfenstern aus dem 15 Jahrhundert. Leider war die lohnenswerte Aussicht auf die Umgebung immer noch von Nebel der sich allerdings langsam auflöste teilweise verdeckt.

Anschliessend wanderten wir weiter ein Stück auf dem Hugenottenweg nach Schafisheim wo wir das sogenannte Schlössli besichtigten. Vom 17. Bis 19. Jahrhundert waren hier mehrere Hugenottenfamilien ansässig welche sich industriell hervortaten. Z.B. die aus Südfrankreich in die Schweiz geflohene Hugenottenfamilie Brutel de la Riviäre wurde im Textilgewerbe aktiv. Die Söhne Etienne und Samuel Brutel eröffneten um 1720 in Zofingen eine Indienne-Druckerei. Das Schlössli, ein imposanter Bau und auch die Kirche waren im Besitz dieser Hugenottenfamilie.

Nachdem wir der Kultur genüge getan hatten wanderten wir weiter zum Restaurant Lindenhof wo wir zum Mittag angemeldet waren. Das Essen war hervorragend. Weiter gings dann westwärts, durchs Tannhölzli, meist durch Wald, an einem überraschend auftauchenden schönen recht grossen Teich, schon fast ein See, mit Seerosen vorbei nach Gränichen wo wir bei Familie Plüss zu einem wunderbaren Apero eingeladen waren und köstlich bewirtet wurden. Alle fanden dies als Höhepunkt bzw Tüpfli auf dem i. Susanne und Thomas Plüss sei nochmals sehr herzlich gedankt.

Zum Abschluss hatten wir noch eine knappe halbe Stunde der Suhre entlang bis zum Bahnhof Suhr zu bewältigen von wir unsere Heimreise antraten.

Alles in allem ein schönes Wandererlebnis.

Die Wanderzeit betrug 3h, +-250 m

  1. Oktober 2017, Ernst Walz